Operette

Frau Luna


Nur ein Vierteljahrhundert nach Jacques Offenbachs „Reise nach dem Mond“ und Jules Vernes Roman „Von der Erde zum Mond“ nahm sich ein Berliner des Themas der Mondfahrt an – und dabei vergnüglich den Wissenschaftsglauben seiner Zeit aufs Korn.

Operette in zwei Akten
Text von Hans Bolten-Baeckers für die Volksoper eingerichtet von Peter Lund
Mit englischen Übertiteln

"Frau Luna" - Paul Linckes zauberhafte Operette erstmals an der Volksoper
Nur ein Vierteljahrhundert nach Jacques Offenbachs „Reise nach dem Mond“ und Jules Vernes Roman „Von der Erde zum Mond“ nahm sich ein Berliner des Themas der Mondfahrt an – und dabei vergnüglich den Wissenschaftsglauben seiner Zeit aufs Korn. Paul Lincke und sein Librettist Heinz Bolten-Baeckers schufen mit „Frau Luna“ 1899 die erste Berliner Operette.

Der arbeitslose Mechaniker Fritz Steppke erfindet einen „Mondomaten“ und reist mit seinen Wohnungsgenossen Lämmermeier und Pannecke zum Mond. Aus Versehen haben sie auf ihrer Reise die Zimmerwirtin, Mathilde Pusebach, im Gepäck. Sie findet auf dem Mond ihren seit Jahrzehnten verschollenen Liebhaber Theophil wieder.

Der Regisseur und Bühnenautor Peter Lund, der das Textbuch von „Frau Luna“ für die Volksoper eingerichtet hat, macht die Mondbewohner zu Wienern und lässt auf diese Weise nicht nur Mond und Erde, sondern auch Wiener und Berliner aufeinander los. Der vergnügliche Zusammenprall wirbelt die diversen Paare aus- und durcheinander:

Frau Luna (Julia Koci/Birgid Steinberger) brüskiert ihren Langzeitverehrer Prinz Sternschnuppe (Jörg Schneider/Thomas Paul), weil sie sich für den Berliner Mechaniker Steppke (Daniel Prohaska/David Sitka) interessiert. Auf Steppke wartet einstweilen in Berlin sehnsüchtig sein Mariechen (Johanna Arrouas/Elvira Soukop). Theophil (Boris Eder), der als Mondwart in Diensten Frau Lunas steht, ist überhaupt in der Bredouille: Seine wohlgehütete Ordnung auf dem Mond wird durch die Erdlinge völlig durcheinander gebracht, und seine Chefin Frau Luna gehorcht seinen Anweisungen nicht mehr. Und während Frau Pusebach (Isabel Weicken) ihrem Theophil gehörig auf den Pelz rückt, fordert seine Ehefrau Stella (Regula Rosin) ihre Rechte ein. Erde und Mond kommen einander – in Gefühlsdingen und auch sonst – gefährlich nah, bis am Ende die ungebetenen Mondreisenden wieder dort sind, wo sie hingehören: zuhause, in der „Berliner Luft“.

Besetzung

Regie - Peter Lund
Bühnenbild und Projektionen - Sam Madwar
Kostüme - Daria Kornysheva
Choreographie - Andrea Heil
Choreinstudierung - Thomas Böttcher
Dirigent - Lorenz C. Aichner

Frau Luna - Julia Koci
Prinz Sternschnuppe - Thomas Paul
Stella - Regula Rosin
Theophil - Boris Eder
Frau Pusebach - Isabel Weicken
Marie, ihre Nichte - Elvira Soukop
Fritz Steppke - Daniel Prohaska
August Lämmermeier - Andreas Daum
Wilhelm Pannecke - Carlo Hartmann
Venus - Martina Dorak
Mars - Stefan Tanzer
Mondgroom - Franz Waechter
Ein Berliner Schutzmann - Ronnie Veró Wagner
Stimme aus der Kommandozentrale - Christoph Wagner-Trenkwitz


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