Theater

Franzobel & Weiss - Die Götter und der Hass


Franzobel und Marcus Josef Weiss im literarisch-musikalischen Wechselspiel zwischen beißender Anklageschrift und enthüllendem Beichtgespräch.

„Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch heiß bist. Ach wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde“ – der drohende Aufruf und die Aufforderung zur Polarität aus göttlichem Munde werden zunehmend bedrängendes Lebensgefühl des Protagonisten, der sich weniger von Gott geprüft, als vielmehr von seinen Göttern unangenehm belästigt fühlt. „Denn mit Göttern / soll sich nicht messen / Irgendein Mensch“: Sein Beschluss, mittels strenger Bewusstseinsdisziplin die Götter zu vergessen, verstärkt den Hass der metaphysischen Mächte, die sich eine Widersetzlichkeit dieses Ausmaßes nicht bieten lassen.

Musikalisch begleitet und dramatisch akzentuiert wird der große Zorn durch eine Crossover-Mischung aus Gregorianischen Chorälen und Blues.

Idee und Konzept: Marcus Josef Weiss
Es lesen: Franzobel und Marcus Josef Weiss
Musik:
‪Sabine Stieger (Sopran)‬
Andreas Weiss (Saxophon)
‪Eva Klampfer (Sopran, Klavier)


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