Literatur

Franz Zeller: Sterben ist das Letzte


Würden Sie sich noch viel vom Leben erwarten, wenn auf dem Sushiband ein abgetrennter Finger auf Sie zugleitet, um dann vor Ihnen stehen zu bleiben und auf Sie zu zeigen?

Marthaler, zweifellos keiner von der feinen Sorte, hat eine Frau in den Müll gestoßen. Kurze Zeit später liegt er selber im Abfall. Tot.

Im Hintergrund von „Sterben ist das Letzte“ treten zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt gegeneinander an: Auf der einen Seite steht ein junger Mann, der an die Gemeinwohlökonomie glaubt. Immer wieder zieht er als Mülldiver nachts durch Salzburg, um weggeworfene Lebensmittel aus den Mülllagern von Lebensmittelmärkten zu holen – für ihn nicht nur eine finanzielle Notwendigkeit, sondern auch ein Statement gegen Ressourcenverschwendung. Auf der anderen Seite lebt ein hemmungsloser Kerl seine Gier aus, nicht wissend, dass auch er nicht an der Spitze der Nahrungskette steht…


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