Klassik

Franz Schubert: Die schöne Müllerin


Wolfgang Holzmair (Bariton) & Wolfgang Brunner (Hammerflügel)

Mit Schuberts Zyklen Die schöne Müllerin und Winterreise wählte der Bariton Wolfgang Holzmair zwei Meilensteine des Liedschaffens, denen der Textdichter Wilhelm Müller sowie das Motiv des Wandern gemeinsam ist. Während aber der Müllersbursch unbeschwert seine Wanderschaft aufnimmt, die wegen der unglücklichen Liebe zur Müllerin letztlich tragisch endet, betritt der Wanderer der Winterreise die Bühne als bereits Desillusionierter, in die Einsamkeit Getriebener. Somit ist Die schöne Müllerin eine in sich geschlossene Erzählung, während die Winterreise eine Art Protokoll von Liebesverlust, Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht und Vereinsamung in 24 Stationen darstellt. Das Geymüllerschlössel bietet für diese sehr intimen Gefühlsregungen, die Schubert vor den ZuhörerInnen ausbreitet, genau den richtigen Rahmen. Die feinen, farbigen Klänge des Hammerflügels verbinden sich mit der Singstimme in idealer Harmonie.

Preis (Eintritt und Führung): € 25
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl. Freie Sitzplatzwahl.
Restkarten sind am Tag des Konzerts ab 11:00 Uhr vor Ort erhältlich.

Das Geymüllerschlössel in Pötzleinsdorf wurde nach 1808 im Auftrag des Handelsherrn und Bankiers Johann Jakob Geymüller (1760–1834) als „Sommergebäude“ errichtet und blieb bis 1842 in Familienbesitz. Danach wechselte es mehrfach den Eigentümer, bis es 1948 schließlich von der Oesterreichischen Nationalbank an die Republik Österreich verkauft wurde. Den Kaufpreis bezahlte Franz Sobek, der dafür ein lebenslanges Wohnrecht im Schlössel erhielt. 1965 wurde es dem MAK als Außenstelle angegliedert. Neben den permanent ausgestellten 160 erlesenen Alt-Wiener Uhren der Sammlung Franz Sobek ergänzen Empire- und Biedermeiermöbel aus der Möbelsammlung des MAK das wertvolle Gesamtbild des Geymüllerschlössels. Im Park des Lustgebäudes stellen sowohl das skulpturale Ensemble Der Vater weist dem Kind den Weg von Hubert Schmalix (1996/1997) als auch James Turrells Skyspace The other Horizon (1998/2004) einen zeitgenössischen Aspekt im Dialog mit der Vergangenheit dar.
Anmeldung unbedingt erforderlich unter T +43 1 711 36-231 oder marketing@MAK.at


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