Theater

Franz Froschauer - Eichmann


Das Stück zeigt, wie und was Adolf Eichmann aussagt. Das Publikum nimmt die Position des Gegenübers ein. Begleitet wird Eichmanns Aussage von einer Gruppe von Menschen, die chorisch das historische Gegengewicht verkörpern.

Nach seiner Entführung aus Argentinien begann am 29. Mai 1960 in Jerusalem das Verhör des ehemaligen SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann durch den israelischen Polizeihauptmann Avner Werner Less. Sie haben 275 Stunden lang miteinander gesprochen. Die Verhöre wurden auf Tonband aufgenommen und auf 3650 Seiten niedergeschrieben.

Das Stück zeigt, wie und was Adolf Eichmann aussagt. Das Publikum nimmt die Position des Gegenübers ein. Begleitet wird Eichmanns Aussage von einer Gruppe von Menschen, die chorisch das historische Gegengewicht verkörpern. Das Textmaterial besteht aus nüchternen Fakten bis hin zu emotional tief berührenden Passagen aus Berichten und Zeugenaussagen. Der „Chor“ begleitet, unter- oder widerlegt das von Eichmann Gesagte. Ein Abend starker Emotionen.

Ausgezeichnet mit dem Bühnenkunstpreis 2016 des Landes Oberösterreich.Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung ÖGPB.

Text: Rainer Lewandowski
Ausführende: Franz Froschauer und Chor
Regie: Franz Froschauer, Georg Mittendrein
Dramaturgie: Franz Huber


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