Vortrag

Fraences Funk - Sexarbeit in Europa


In Kooperation mit der Kampagne "Sex/Arbeit/Lust/Illusionen VER/KAUFEN" laden wir zu einer Themenveranstaltung über „Entwicklungen in der Sexarbeit in Europa am Beispiel Deutschland – Ein klischee- und vorurteilsvermintes Gebiet.“ Sexarbeiterinnen werden oft stigmatisiert, entmündigt, diskriminiert. Die öffentliche Debatte wird meist ohne Einbeziehung der Betroffenen geführt, Politik über ihre Köpfe hinweg und unter Missachtung ihrer Wünsche, Meinungen, Expertisen gemacht. Anlässlich des internationalen Hurentages am 2. Juni will die Kampagne daher ein Forum bieten, in dem Sexarbeiterinnen selbst zu Wort kommen, Fragen beantworten und neue Perspektiven eröffnen. Infos: www.lustwerkstatt.at

Fraences Funk, aktive Sexarbeiterin und Aktivistin in Frankfurt am Main, berichtet am Gaußplatz 11 über das geplante neue Prostitutionsgesetz in Deutschland und die Kämpfe der Sexarbeiterinnen und ihrer Freundinnen dagegen. In ganz Europa betreibt eine Allianz aus Konservativen, Religiösen und einer sexarbeitsfeindlichen Strömung des Feminismus die weitere Entrechtung, Marginalisierung und Stigmatisierung der Sexarbeiterinnen. Fraences Funk analysiert die Strategien der Entmündigung, Pathologisierung, Infantilisierung, mit der Sexarbeiterinnen partout zum Opfer gestempelt werden, auch wenn sie noch so laut auf ihr Recht auf selbstbestimmte Ausübung ihres Berufes pochen. Sexarbeitspolitik muss darauf abzielen, dass keine Frau diesen Beruf ausüben muss, die ihn nicht ausüben möchte, und dass diejenigen, die sich dafür entscheiden, ihn auszuüben, das so abgesichert und selbstbestimmt wie möglich tun können.


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