Kunstausstellung

Forms of Distancing


Die herbst-Ausstellung „Forms of Distancing“ beschäftigt sich mit dem Konzept der Distanz und widmet sich so einem speziellen Aspekt des Leitmotivs „I prefer not to ... share!“.

Derzeit beschäftigen sich unterschiedliche zeitgenössische Kunstformen mit diesem Thema der Distanz. Angesiedelt im Spannungsfeld zwischen der Analyse von Repräsentationspolitiken und ihrer formalen Inszenierung macht sich „Forms of Distancing“ nun daran, das Konzept der Repräsentation in seiner künstlerischen wie politischen Ausformung einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Und beleuchtet, was Akte der Distanzierung für die Politik des Teilens respektive Nichtteilens bedeuten.
Dazu hat der steirische herbst zahlreiche Arbeiten in Auftrag gegeben, die sich mit dem Abstand-Nehmen auseinandersetzen. Es geht um den Verzicht, zu allem sofort Stellung zu nehmen und dadurch unabhängigem Denken mehr Platz einzuräumen.
Im Rahmen der Ausstellung untersuchen Künstlerinnen und Künstler, wie Politiker die Öffentlichkeit manipulieren und welche Rolle die Medien bei der Schaffung eines öffentlichen Forums für demokratische Meinungen einnehmen; wie alternative Möglichkeiten eines Gemeinschaftslebens abseits der Gesellschaft aussehen könnten; welchen Stellenwert das Erbe des modernen europäischen Feminismus besitzt, wie sich irreführende politische Strategien in den Bereichen Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen auswirken.

Das alles mit dem Ziel, Abstand gegenüber Alltagserfahrungen zu gewinnen und Distanz als ein Werkzeug zu verstehen, mit dem ein neuer Raum für kritisches Denken geschaffen werden kann.


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