Alte Musik · Klassik

Fons Harmonicus


Fons harmonicus, Ensemble
Asuka Sumi, Violine
Maximiliano Segura Sánchez, Violoncello
Panos Iliopoulos, Cembalo

Programm
«Il vento da Transalpina»
Johann Heinrich Schmelzer
Sonata secunda F-Dur (1664))
Biagio Marini
Capriccio (aus op. 8) (1626))
Heinrich Ignaz Franz Biber
Sonata VI c-moll (Sonatae a Violino solo) (1681))
Carlo Ambrogio Lonati
Sonate Nr. 9 c-moll (12 Sonate per violino e basso continuo) (1701))
Johann Jakob Froberger
Allemande für Cembalo solo (Bearbeitung für Cembalo und Basso continuo: Panos
Iliopoulos) (1690) ca.)
Arcangelo Corelli
Sonata g-moll op. 5/5 (1700))

«Aus einem Querkopf wird selten ein Versager», meint der schriftstellernde Kinder- und Jugendpsychiater Paulus Hochgatterer. Dieser Auffassung können wir uns nur anschließen. Querköpfe denken anders, leben unangepasst und stoßen auf Widerstand.

In Wissenschaft und Kunst sind sie, «die ewigen Kinder», oft identisch mit den verschrobenen Genies, die ja bekanntlich nah am Wahnsinn leben sollen. Einer von ihnen war der 1690 in Florenz geborene Komponist und Geigenvirtuose Francesco Maria Veracini, dessen Oper «Adriano in Siria» die «Resonanzen» 2014 und damit unsere Parade kreativer Störenfriede in der Musik vom Mittelalter bis zum Barock eröffnen wird.

In ihren verschiedenen Ausprägungen begegnen uns Querköpfe bei diesen «Resonanzen» aber nicht nur als schrullige bis durchgeknallte Komponisten vom Format eines Jan Dismas Zelenka, Carlo Gesualdo, Alexander Agricola oder William Lawes; sie mischen sich auch – mehr oder weniger diskret – unter die Ausführenden: Europa Galante, Hopkinson Smith, Hiro Kurosaki, Concerto Copenhagen und viele andere Publikumslieblinge machen gemeinsam mit den Debütantinnen und Debütanten des britischen Gambenconsorts Phantasm, der deutschen Capella de la Torre und des Prager Collegiums 1704 Front gegen den musikalischen Mainstream – damals und heute.


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