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Kunstausstellung

Florian Schaumberger - Eisentlich


Die aktuelle Ausstellung EISENTLICH ist von 25. 2. – 2. 4. 2016 in der Galerie Straihammer und Seidenschwann in 1010 Wien, Grünangergasse 8, zu sehen. Zur Vernissage am 24. 2., 19.00 Uhr, spricht Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina Wien.

Florian Schaumberger zählt zu den wenigen Bildhauern, die in der Tradition der österreichischen Eisen- und Stahlplastik stehen. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Professor Joannis Avramidis. Mit seinen Großplastiken „Euro 2000“ (Oesterreichischen Nationalbank, Druckzentrum, Wien 9) und dem „Denkmal der Exekutive“, Heldenplatz, Wien 1) oder „Einhorn“ (Immuno -Baxter, Wien 22) schuf der Künstler monumentale Werke für teils sehr sensible urbane Plätze.
Schaumberger arbeitet in den letzten Jahren hauptsächlich mit bis zu 10 mm-starken Eisenplatten, die er in seiner Schmiede eigenhändig biegt, verformt und verschweißt. In dieser Technik ist eine Serie von großformatigen „Tafelbildern“ entstanden, ebenso Stelen und eine Reihe von Kleinplastiken. Kraftvolle und durch große Krafteinwirkung verformte, gleichermaßen zerrissen wie extrem verdichtet wirkende Elemente, die auf einer Basis aus Eisen- oder Stahlplatten neu zusammengesetzt und angeordnet werden.
Der gebürtige Wiener lebt und arbeitet mittlerweile ausschließlich im niederösterreichischen Waldviertel. Das Leben inmitten der nahezu unberührten Thaya-Landschaft und die ganz persönliche Sorge um die Erhaltung intakten, wertvollen Naturraumes beeinflussen seine Arbeit thematisch stark. Schaumbergers Plastiken bilden jenen Teil menschlichen Verhaltens ab, der unter der dünnen Oberfläche der Zivilisation so unschön zum Vorschein zu kommen vermag. Kunst als Reaktion auf Wunden, die der Mensch schlägt, auf grausame Zerstörung und auf das oftmals unfassbare Geschehen unserer Zeit.

Die aktuelle Ausstellung EISENTLICH ist von 25. 2. – 2. 4. 2016 in der Galerie Straihammer und Seidenschwann in 1010 Wien, Grünangergasse 8, zu sehen.
Zur Vernissage am 24. 2., 19.00 Uhr, spricht Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina Wien.

Während der Dauer der Ausstellung wird auch eine Lesung des Schriftstellers Julian Schutting stattfinden. Schutting liest unter dem Titel „Betrachtungen zur Bildenden Kunst“ am 15. 3. 2016, 19.00 Uhr, aus eigenen Texten, unter anderem aus einem Essay über die Arbeiten von Florian Schaumberger, der anlässlich der Ausstellung „Ritter, Tod und Teufel“ entstand.

Im Rahmen der art austria stellt die Galerie Straihammer und Seidenschwann auch Arbeiten von Florian Schaumberger von 10.-13. 3. 2016 im Leopold Museum im Museumsquartier aus.

Über die Arbeiten von Florian Schaumberger:
„Man kann diese aus Eisen geschmiedete Objekte, die Kunst erlaubt ja viele Deutungen, auch anders betrachten, ohne sie auf ihr spezifisch Ästhetisches zu reduzieren: wird hier der ausgestorbenen Menschheit ein Nachleben gesichert, in ihren von einem Überlebenden metallisierten, auf Müllhalden nicht verrotteten Schuhen und Stiefeln aus Kunststoffmaterial, beispielsweise? Oder hat man da, wieder wie Fossilien, die da aber nicht versteinert, sondern 'vermetallt', 'vereisent' sind, Vegetabiles vor sich, das sich im Prozeß der Metamorphose von Natur zu Kunst vergrößert hat, etwa Samenkapseln, etwa Kirschbaumrinde Gewesenes, der Verwesung entkommen wie in naturgeschichtlichen Sammlungen Wohlpräpariertes?“
Schriftsteller Dr. Julian Schutting über die Arbeiten von Florian Schaumberger

„Die aus einem einheitlich geformten Grundmaterial zusammengefügten Objekte hatten lange Zeit eine gewisse Nähe zur Architektur. Dies hat sich nun zugunsten vegetabiler Formen in den Arbeiten der letzten Jahre verändert. Deren Formensprache ist geprägt vom Leben auf dem Land und von der Wahrnehmung seiner Umgebung.“
Dr. Silvie Aigner, Chefredakteurin Kunst- und Kulturzeitschrift Parnass, Auszug aus dem Ausstellungskatalog „Gedachte Wirklichkeiten“
„Der von Florian Schaumberger geschmiedete Stahl bildet nicht bloß etwas Zerrissenes ab, er schafft zugleich Innenräume, Schutzzonen. Das Eisen umfängt etwas, so wie schützende Arme sich um etwas legen und etwas bergen.“
Dr. Gustav Schörghofer, Jury-Vorsitzender Otto Mauer-Preis, anlässlich der Ausstellung „Ritter, Tod und Teufel“
„Stadtbildpflege und Freiraumgestaltung zählen zu den vornehmsten Aufgaben der bildenden Kunst. Die Stadt Wien hat in den letzten Jahren im urbanen Bereich wesentliche Beiträge zum Thema geliefert. Eine der hervorragenden und architektonisch beachtenswerten Skulpturen in einem Freiraum ist die Skulptur des Wiener Künstlers Florian Schaumberger. Das Erscheinungsbild und die Sensibilität der Form sowie das Material der Skulptur geben dem Vorplatz vor dem neuen Druckereigebäude der Oesterreichischen Nationalbank eine besondere und sehr individuelle Note.“
Architekt Prof. Gustav Peichl über die Großplastik „Euro 2000“


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