Diverses

Florale Kreationen von Josef Frank


Warenhaussalon Gottfried & Söhne im Jüdischen Museum Wien bringt in Kooperation mit Kabinettstücke den 1933 emigrierten „verlorenen“ Designer mit neuem Impuls in dessen ursprüngliche Heimat zurück: Am 16. Mai feiert Gute-Laune-Label Premiere.

Präsentation Pepi Kollektion
Mit Danielle Spera (Direktorin Jüdisches Museum Wien)
und Christoph Thun-Hohenstein (Direktor MAK)

Ein fantasievoll wuchernder Paradiesgarten für den religiös bedeckten männlichen Hinterkopf, bunt verschlungen blühendes Blattwerk im Taschenformat für tragende Rollen an jeder Hand, überbordend lebensfrohe Farbmuster als verheißungsvolle Zeichen der Zeit: Berühmtes vom 1933 aus Wien emigrierten Architekten und Designer Josef Frank für die Stockholmer Firma Svenskt Tenn entworfenes Floral-Design sprießt im Warenhaussalon Gottfried & Söhne. Der als Ort der Begegnung für israelisches Design initiierte und von österreichisch jüdischer Kaufhaustradition inspirierte Museumsshop im Jüdischen Museum Wien präsentiert kunterbunte Frank-Stoffe in einer neuen Alltagslinie aus der Werkstatt von Kabinettstücke. Am 16. Mai ab 18.30 Uhr stehen in der Dorotheergasse 11 erste Produkte der exklusiv für Gottfried & Söhne erdachten lebensfrohen Pepi Kollektion – nach dem hierzulande üblichen Spitznamen für Josef (Frank) – im Blickfeld: Pepi Kippa, Pepi Bag, Pepi Tik-Tak.

Üppiger Alltagsfrohsinn
Primavera, Baranquilla, Notturno, Unter dem Aequator oder Grüner Vogel – die Palette der bis heute nach den Originalvorlagen in Schweden produzierten Stoff-Designs aus Leinen, insgesamt 44, reicht von A wie Aramal bis Z wie Zodiaken. Für die erste Edition der Pepi Kollektion wurden einige ausgewählte Designs verarbeitet. Und schon die klingenden Namen machen Gusto, sich mit den Stoffen zu umgeben. Bleibt die Kopfbedeckung, die Pepi Kippa, Gebetszwecken vorbehalten, verbreitet die Pepi Bag immer, überall und unisex gute Laune. Das à la Frank gemusterte Zifferblatt der Pepi Tik-Tak, Stoff auf einer Holzplatte mit hölzernen Kugeln als Zeit-Intervalle, schafft auch in Stressmomenten Frohsinn.

Exklusive Zusammenarbeit
Die gemeinsame Faszination für den in Österreich vor allem durch seine Architektur (Werkbundsiedlung) bis heute renommierten Josef Frank – als Designer firmierte er erst in Schweden zum Star, nach Wien wollte er trotz mehrfacher Einladungen nicht mehr zurück – brachte Museumsshop-Inhaberin Elisabeth M. Gottfried und Kabinettstücke-Arrangeur Gerhard Bauderer auf die Idee einer Zusammenarbeit. „Vielleicht hätte es Josef Frank gefallen, im Jüdischen Museum seiner Heimatstadt neue Impulse zu setzen. Uns jedenfalls gefällt’s“, schmunzeln die beiden.

Einfach ohne Pathos
Gerhard Bauderer von Kabinettstücke führt bereits seit geraumer Zeit das fort, was Josef Franks Philosophie war. „Zeit seines Lebens orientierte sich Josef Frank am Menschen, stand für moderne Individualität auf Basis der Tradition und für Einfachheit ohne Pathos. Dogmatismus war ihm fremd“, begründet der Marketingmann mit professioneller Passion fürs Einrichten seit früher Jugend seine Verehrung für den Architekten und Designer. Seit fünf Jahren gestaltet er auf Wunsch Wohnungen und Häuser nach dem Frank-Prinzip „Nimm, was da ist, und mach was Schönes daraus. Was nicht passend ist, mach passend“. Sein Faible ist es, Möbelstücke und Wohnaccessoires mit Frank-Stoffen zu Kabinettstücken, also besonderen Stücken, zu gestalten. So sind bei Gottfried & Söhne etwa schon seit längerem bunt gemusterte Kassetten als Depots für gleichermaßen nützliche wie individuell kostbare Dinge zu erwerben. Aus dieser Hommage an das Frank’sche Stoff-Design ist jetzt die Pepi Kollektion entstanden. Fortsetzung folgt!


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