Kunstausstellung

Filter Bubble - Junge Kunst aus K.


Die Ausstellung spürt auf verschiedensten Ebenen der Konstruktion von Gemeinschaft und ihren Machtfunktionen nach, begegnet den Möglichkeiten der Kommunikation mit Fragen der Kunst und diskutiert, in welch mannigfaltigen Filterblasen wir uns alle, analog oder digital, befinden.

Prognosemaschinen entwerfen ununterbrochen eine Theorie unserer Persönlichkeiten und sagen voraus, was wir als Nächstes tun und wollen. Sie erschaffen ein eigenes Informationsuniversum für jeden und jede von uns, das, was der Internet-Aktivist Eli Pariser „filter bubble“ nennt.* Diese Filterblasen werden auf fundamentale Weise verändern, wie wir an welche Ideen und Informationen in Zukunft kommen werden. Die Informations blasen sind dabei unsichtbar, wir alle befi nden uns in unserer eigenen, für uns zugeschnittenen Blase, entscheiden aber nicht, darin einzutreten. Austreten können wir schon gar nicht mehr.

Wenn alles kleiner und persönlicher wird, geht im Internet das verloren, was eigentlich an ihm so reizvoll war – die ErfinderInnen des Internets hatten weit Größeres im Sinne, als eine Ansammlung von Haustierfotos und blind kopierten Hasskommentaren.

Wenn alle in ihren eigenen Blasen sind, wird es immer schwieriger auf etwas Neues, Unerwartetes zu stoßen. Binnen- Gemeinschaften konstruieren sich ihre eigenen Welten, erzeugen falsche Nachrichten und bestärken sich gegenseitig darin. Gerade Kreativität wird oft jedoch dort entfacht, wo verschiedene Disziplinen, verschiedene Meinungen und Kulturen aufeinanderprallen. Gerade im Dialog und im Austausch kann Demokratie gelebt werden – nicht in einem Meer aus Monologen, die Menschen mit sich selbst führen. Die „fi lter bubble“ umgibt uns mit Ideen, die uns bereits bekannt sind und denen wir zustimmen. Außerdem tilgt sie Schlüsselreize aus der Umgebung, die bewirken können, dass wir etwas Neues lernen wollen. Doch wo und wie entsteht „Gemeinsames“, real und zwischen Menschen?

Die Ausstellung spürt auf verschiedensten Ebenen der Konstruktion von Gemeinschaft und ihren Machtfunktionen nach, begegnet den Möglichkeiten der Kommunikation mit Fragen der Kunst und diskutiert, in welch mannigfaltigen Filterblasen wir uns alle, analog oder digital, befinden. Die beteiligten Kunstschaffenden gehören zu einer jungen Generation von KünstlerInnen mit Kärntner Wurzeln. Die meisten der usstellungsbeiträge wurden spezifi sch für die Ausstellung produziert und arbeiten mit unterschiedlichsten Medien, von Zeichnung bis Multimedia.


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