Oper

Fidelio


Ludwig van Beethovens einzige Oper, ein Aufruf zum Kampf gegen die Unterdrückung und ein flammendes Plädoyer für Freiheit und Humanität. Was auf den ersten Blick als harmloses Singspiel beginnt, schwingt sich schließlich auf zum existentiellen Drama, dessen eindringlicher Appell bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren hat.

Als Mann verkleidet schleicht sich Leonore in jenes Gefängnis ein, in dem sie ihren seit über zwei Jahren vermissten Mann Florestan als politischen Häftling vermutet. Unter dem Namen Fidelio gewinnt sie hier nicht nur das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco, sondern auch das Herz von dessen Tochter Marzelline. Als Rocco vom Gouverneur Pizarro den Auftrag erhält, einen unliebsamen Gefangenen still und heimlich aus dem Weg zu räumen, begleitet ihn Leonore. Ahnend und hoffend, dass es sich bei dem Namenlosen um ihren Gatten handeln könnte. Doch schon bevor das Rätsel um dessen Identität gelöst wird, fällt sie einen folgenreichen Entschluss: »Wer du auch seist, ich will dich retten. Bei Gott! Du sollst kein Opfer sein!« Leonore wächst über sich selbst hinaus. Nun stehen nicht mehr ihre persönlichen Motive im Vordergrund, sondern die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Sein ganzes Leben lang hatte sich Beethoven mit dem Gedanken getragen, eine Oper zu schreiben, doch erst mit der Geschichte der liebenden Gattin Leonore glaubte er, das Sujet gefunden zu haben, das ihm Gelegenheit bot, seine Vision in die Tat umzusetzen. Ausgehend vom Vorbild der französischen Opéra comique entwickelte er eine große Befreiungsoper im Geiste der französischen Revolution. Mehr als zehn Jahre begleitete ihn der Stoff, der zunächst 1805 als »Leonore« mit mäßigem Erfolg in Wien uraufgeführt wurde. Doch Beethoven glaubte an sein Werk, arbeitete es mehrfach um und präsentierte 1814 unter dem Titel »Fidelio« jene Fassung, in der sich das Werk endgültig durchsetzte.

Ludwig van Beethoven

Oper in zwei Aufzügen \ Libretto von Joseph Ferdinand von Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke

Musikalische Leitung Adrian Kelly

Inszenierung Andreas Gergen

Bühne Heinz Hauser

Kostüme Susanne Hubrich

Chorein­studierung Stefan Müller

Dramaturgie Svenja Gottsmann

Don Fernando Simon Schnorr

Don Pizzaro Adrian Gans

Florestan Franz Supper

Leonore Sinead Mulhern

Rocco Stephen Bronk

Marzelline Laura Nicorescu, Hannah Bradbury

Jaquino Kristofer Lundin

Chor Chor und Extrachor des Salzburger Landestheaters

Orchester Mozarteumorchester Salzburg


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