Pop / Rock

Fest der Kulturen


Wir greifen die Themen „Natürliche Ressourcen und Kulturelles Erbe“ und die „Pflege der kulturellen Vielfalt und Mehrsprachigkeit als nachhaltiges Kapital“ auf und veranstalten mithilfe anderer Vereine das große dreitägige „Fest der Kulturen“.

Grundlage dafür: ein EU-Strategiepapier, das die Bedeutung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt hervorhebt und positiv für die Entwicklung einer Region einstuft.
Das Jahr 2016 wurde von der Kulturabteilung des Landes Burgenland als Jahr der Vielfalt ausgerufen. Ein idealer Zeitpunkt, um – bedingt durch den Lauf der Geschichte – ein Bekenntnis zur Vielfalt und Toleranz zu setzen.
Das Fest der Kulturen mündet – nach einer Reihe von “Aktionen“ im Vorfeld – in ein Festivalwochenende der besonderen Art. Von Menschen für Menschen – österreichischer und nichtösterreichischer Herkunft, im Speziellen mit der Vertretung aller Volksgruppen aus der Region. Die lustvolle Auseinandersetzung miteinander zeigt einerseits den relativ guten Status Quo – und stärkt aber auch das integrative Zusammenleben.






Timna Brauer wurde in Wien geboren und ist zwischen Österreich, Frankreich und Israel aufgewachsen. Ihre israelische Mutter stammt aus dem Jemen, ihr Vater ist der österreichische Maler Arik Brauer. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Jazzpianisten Elias Meiri, gründet Timna Brauer das Brauer and Meiri Ensemble. Sie gewinnen damit den internationalen Jazzwettbewerb in Paris-la-Défense und produzieren u. a. für den ORF eine eigene Fantasieshow „Sesam öffne Dich“. 2005 erhielten sie den Thies-Knauf Kulturpreis für Musik, aufgrund der Initiative „Voices for Peace“ und den kulturellen Beitrag zur Förderung von Frieden, Versöhnung und Toleranz von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer verliehen.

Die Lovarica Ruža Nikolić-Lakatos wurde 1945 geboren und wuchs in Pápa, einer Kleinstadt in der Nähe von Györ, auf. Im Zuge des Ungarn-Aufstandes 1956 flüchtete die Familie Lakatos nach Österreich. Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Flüchtlingslager in Tirol beschlossen sie, zu Verwandten nach Wien zu ziehen. Es ergab sich die Möglichkeit, einen Wohnwagen am Ringelseeplatz zu mieten, der damals als Wohnstätte vieler ungarischer, aber auch österreichischer Roma diente. Dort lernte sie ihren späteren Mann Mišo Nikolić kennen. Zusammen mit ihren Söhnen Mischa und Sascha bilden sie heute das Ensemble „Ruža Nikolić-Lakatos and The Gypsy Family“, eine weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Roma-Band. Und Ruža wurde zur berühmtesten Roma-Sängerin des Landes, die ihren großen Bekanntheitsgrad für die Anliegen der Roma nützt. Als deren „Botschafterin“ möchte Ruža mit ihrem musikalischen Repertoire Bewusstsein für ihr Volk schaffen und das traditionelle Liedgut der Lovara an junge Generationen weitergeben.

Clara Frühstück, die Intendantin des Klangfrühlings Schlaining, ist eine Pianistin aus Leidenschaft. Die Liebe zum Klavier kam bereits im Alter von 3 Jahren zum Vorschein, ab dem 5. Lebensjahr nahm sie Klavierunterricht. Es folgte eine fundierte Ausbildung mit Abschlüssen des IGP- und des Konzertfachstudiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Graz. Clara ist Gewinnerin zahlreicher Preise. Sie gibt zahlreiche Soloabende im In- und Ausland und ist Solistin mit diversen Orchestern. Diese führten sie bereits in berühmte Konzertsäle Österreichs („Goldener Saal des Musikvereins Wien“, „Grazer Congress“, „Mozarteum Salzburg“, „Haydnsaal Eisenstadt“ u.a.). Sie war Gast beim Festival „Styriarte“ Graz und „Lisztfestival Raiding“. Clara ist immer auf der Suche nach außergewöhnlich interessanten Konzertprogrammen. Sie sucht und findet immer wieder neue, kreative Wege, Musik den Menschen unserer Zeit zu vermitteln. „Mit Noten malen, mit Melodien eigene Landschaften kreieren, die Figuren tanzen lassen, die meine Kostüme tragen. In der Musik kann ich meine Leidenschaften voll und ganz ausleben.“
www.clarafruehstueck.com

Lara Kusztrich, Jahrgang 1994, erhielt im Alter von sieben Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Derzeit studiert sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Sie zählt zu den GewinnerInnen von Musica Juventutis 2015/16 und war im Schubertsaal des Wiener Konzerthauses zu hören. Lara gewann in der Folge zahlreiche internationale Musikpreise und nahm an Meisterkursen der Professoren Eduard Schmieder und Lewis Kaplan (Internationale Sommerakademie Mozarteum Salzburg), Ivry Gitlis (Lugano) sowie Milan Šetena (Internationales Musikforum Trenta 2014) teil.

Mag. Bettina Herowitsch-Putz ist Mundartdichterin und Jahrgang 1973. Von frühester Kindheit an wurde bei ihr zu Hause nur Dialekt gesprochen, wofür sie ihren Eltern heute sehr dankbar ist. Schon sehr früh entdeckte sie ihre Liebe zur
Mundart und zur Sprache im Allgemeinen. Schon als Kind schrieb sie Mundartgedichte für diverse Anlässe oder trug die Gedichte ihres Vaters bei Veranstaltungen in Deutschkreutz vor. Als Obfrau des Vereins für Volkskultur Deutschkreutz ist es ihr ein großes Anliegen, das Brauchtum, die Traditionen, die Volksmusik und Volkstänze sowie vor allem auch die Mundart zu erhalten und an die nächsten Generationen weiterzugeben.


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