Klassik

Fest der Freude 2016 mit den Wiener Symphonikern


Bereits zum vierten Mal findet am 8. Mai 2016 um 19.30 Uhr das Fest der Freude auf dem Wiener Heldenplatz statt, der damit erneut zum Ort des Gedenkens und der Freude über die 71. Wiederkehr der Befreiung von der NS-Herrschaft wird.

Auch in diesem Jahr bestreiten die Wiener Symphoniker, dieses Mal unter der Leitung von Christoph von Dohnányi, mit dem Bariton Thomas Hampson und dem Männerchor des Wiener Singvereins, das Festkonzert im Zentrum der Veranstaltung. Am Programm stehen dabei zwei Werke, die auch künstlerisch das Anliegen der Veranstaltung widerspiegeln: Arnold Schönbergs erschütterndes Melodram „Ein Überlebender aus Warschau“ für Erzähler, Männerchor und Orchester und Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 3 „Eroica“. Auch der Dirigent Christoph von Dohnányi hat einen starken persönlichen Bezug zum Thema der Veranstaltung. Er ist der Sohn bzw. Neffe der Widerstandskämpfer Hans von Dohnányi und Dietrich Bonhoeffer, die beide kurz vor Kriegsende hingerichtet wurden.

Das Konzert wird auch dieses Jahr mit Ansprachen umrahmt. Neben dem Vorsitzenden des Mauthausen Komitees Willi Mernyi und dem Zeitzeugen Daniel Chanoch sprechen Vertreter der österreichischen Bundesregierung und der Wiener Stadtregierung. Durch die Veranstaltung führt Katharina Stemberger.
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Deutsche Wehrmacht. Dies markiert das Ende des nationalsozialistischen Regimes und seines verbrecherischen Angriffs- und Vernichtungskrieges. Um den Tag der Befreiung würdig zu begehen, wurde 2013 das Fest der Freude vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) gemeinsam mit den Wiener Symphonikern ins Leben gerufen. Das Fest der Freude findet sowohl als Feier des Tages der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft statt als auch zum Gedenken an jene Millionen Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.

Das Mauthausen Komitee Österreich veranstaltet das Fest der Freude in Kooperation mit den Wiener Symphonikern und mit Unterstützung der Israelitischen Kultusgemeinde, des Vereins GEDENKDIENST, des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands sowie der österreichischen Bundesregierung und der Stadt Wien. In den letzten 3 Jahren setzten insgesamt mehr als 37.000 BesucherInnen beim Fest der Freude ein starkes Zeichen für die Etablierung eines würdigen Gedenkens am 8. Mai als Tag der Befreiung.


Vergangene Termine