Theater

Fernando Pessoa - Ein anarchistischer Bankier


Mit verblüffender Logik lässt Pessoa seinen Bankier zum Bewusstsein seiner revolutionären Tat gelangen: "Geld zu erwerben, es in so großer Menge zu erwerben, dass sein Einfluss nicht mehr spürbar werden kann."

Ein "satirisches Meisterwerk" (FAZ) des Jahrhundertautors Pessoa, das die Entstehung des neoliberalen Denkens vorwegnimmt

Er ist erfolgreich und reich, Bankier von Beruf und Anarchist aus Berufung. Es gelingt ihm nicht, die Menschheit zu befreien, also befreit er den einen Menschen, den er befreien kann: sich selbst. Die menschliche Gesellschaft erscheint ihm ungerecht, willkürlich und auf Fiktionen gebaut. In ihrer Mitte - das Geld. Damit will er sich nicht abfinden. Er bekämpft diese zentrale Fiktion, indem er sich bereichert. Mit verblüffender Logik lässt Pessoa seinen Bankier zum Bewusstsein seiner revolutionären Tat gelangen: "Geld zu erwerben, es in so großer Menge zu erwerben, dass sein Einfluss nicht mehr spürbar werden kann."

Der Bankier: Martin Ploderer
Regie: Karl Baratta

Karten: 18.-, StudentInnen: 10.-
An der Abendkassa
Kartenreservierungen: info@wortundspiele.at


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