Fern der Front - Mitten im Krieg


Im Ersten Weltkrieg lag Niederösterreich fern der Front - und dennoch befand es sich mitten im Krieg. Die Ausstellung dokumentiert diesen ersten „totalen" Krieg anhand von ausgewählten Objekten aus den umfangreichen Beständen des NÖ Landesarchivs und der NÖ Landesbibliothek.

Hunderttausende Menschen waren in Bewegung: Soldaten gingen an die Front, Verwundete, Kranke und Kriegsbeschädigte kehrten zurück. Transporte von Kriegsflüchtlingen und Kriegsgefangenen trafen ein und wurden in eilig errichteten, ausgedehnten Lagern untergebracht. Der Krieg prägte das Leben der gesamten Bevölkerung. An der „Heimatfront" stellten Erwachsene und Kinder ihre Arbeit in den Dienst des Krieges. Mit Anleihen und Sammelaktionen finanzierten die Menschen den Krieg und unterstützten seine Opfer. Die Güter des täglichen Lebens wurden knapp. Mangel, Not und Hunger nahmen ab 1916 ein ungeahntes Ausmaß an. Die Zahl der Gefallenen stieg binnen kurzem in die Tausende. Im ganzen Land entstanden Kriegerdenkmäler als öffentliche Trauerorte.

Die Ausstellung dokumentiert diesen ersten „totalen" Krieg anhand von ausgewählten Objekten aus den umfangreichen Beständen des NÖ Landesarchivs und der NÖ Landesbibliothek. Auch Wien wird nicht ausgeblendet. Die Haupt- und Residenzstadt der Donaumonarchie und damit die Zentrale aller Aktionen des Kriegs gehörte noch bis 1921 zu Niederösterreich.

Themenbereiche:

Kriegsbeginn
Niederösterreich macht mobil - Abmarsch an die Front
Soldaten an der Front
Private Fotos, Briefe und Karten bringen uns Menschen und ihre Schicksale nahe
Verwundung, Krankheit, Invalidität
Der Krieg fügte den Menschen oft irreparable Schäden zu
Niederösterreich - das Land der Lager
Flüchtlings-, Internierten- und Kriegsgefangenenlager beherbergten hunderttausende Menschen
„Kriegsschauplatz" Niederösterreich?
Die Befestigung der Donau und die Angst vor Luftangriffen
Kriegsanleihen
Die Menschen investierten ihre Ersparnisse zur Finanzierung des Krieges
Mobilisierung des Hinterlandes
Spenden- und Sammelaktionen
„Schulfront" - Instrumentalisierung der Jugend
Literarische und publizistische Kriegspropaganda und Zensur
Hunger und Not
Überlebens-Arbeit: Rationieren und Improvisieren
Erinnerungskultur
Totengedenken und Kriegerdenkmäler


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