Pop / Rock · U-Musik-Austropop

Felix Kramer



Felix Kramer erzählt Geschichten. Dabei ist er kein klassischer Liedermacher, kein Austropopper, schon eher ein Chansonnier, der mit seinen tiefschwarzen und dabei schräg-humorvollen Texten an die Blütezeiten von Georg Kreisler und Helmut Qualtinger erinnert.

‚Wahrnehmungssache’, so der Titel von Felix Kramers Debut-Album, ist in gleichermaßen intensiver wie gegenseitig inspirierender Studioarbeit mit seinem Produzenten Hanibal Scheutz (5/8erl in Ehr’n) entstanden und erwischt einen gleich beim ersten Hören. Diese Lieder können niemanden kalt lassen. Zu tief treffen die Texte des 23jährigen Wieners, zu dicht spinnt er die Fäden seiner Geschichten, beinahe verstörend ehrlich und unmittelbar serviert er seine Romane im 4 Minuten-Format.

‚Ist es überhaupt Pop, was Felix Kramer macht?’", fragte sich unlängst ein österreichischer Musikjournalist. Ja, ist es! Ein sehr bewegender, innere Unruhe stiftender Pop, einer mit tiefen Einblicken in die Abgründe menschlichen Seins 2018. Aber Felix Kramer wär kein Wiener, gäbe es da nicht auch diesen gewissen melancholischen Schmäh in den 11 Songs auf ‚Wahrnehmungssache’, der für Versöhnung sorgt. Oder frei nach Felix Kramer: ‚... owa moch di ned fertig, es is hoit nix woan’ (aus ‚Trotzdem nix woan’).