Kunstausstellung

Felix Benedikt Sturm: at the waterhole


„at the waterhole“ von Felix Benedikt Sturm und “Current signs“ kuratiert von Enar de Dios Rodríguez.

At the waterhole könnte Gras wachsen. Gras schont den Schuh, insofern er von entsprechender - mindestens Premium+ - Qualität ist. Diese Ausstellung bietet mehrere Installationen und viele White Balls – die sonst üblicherweise fliegend wie Kanonenkugeln Reichtum und Wohlstand bringen wo immer sie fallen. Sie benötigen viel Platz, um die Rentabilität effizient zu steigern. Diese Rentabilität trickle-t zu uns allen hinunter - wie Wasser auf den Boden, von wo aus der Rasen wächst um den Schuh zu schonen. Sorgfältig getrimmt, macht der Rasen die Schläge präziser. Plätze gibt es in der Wüste und in der Peripherie. Der Ausruf aus dem Golf "Fore!" könnte ein Hinweis darauf sein, worum es geht.

Der Einfluss politischer und ökonomischer Fragestellung durchzieht die künstlerischen Arbeiten von Felix-Benedikt Sturm. Seit seinem Abschluss an der Kunstuniverstät Linz 2015 in der Abteilung Skulptur - Transmedialer Raum versucht er, verschiedene Fragen von Kunst und Politik, von Kunst in der Politik, von Politik in der Kunst und jeder möglichen anderer Kombination zu ergründen. Wie Séamus Kealy zu seiner jüngsten Ausstellung im Salzburger Kunstverein schrieb: "Felix-Benedikt Sturm interessiert sich für politische und soziale Ordnungssysteme, von Kategorisierungsformen anhand empirischer oder verwaltungstechnischer Mittel und der Bürokratisierung menschlicher Prozesse bis hin zu ganzheitlichen politischen Strukturen innerhalb von Staaten. Er befasst sich ebenfalls mit den Komplikationen und Widersprüchen, die entstehen, wenn Künstler politische Themen behandeln“.
“Current signs“ kuratiert von Enar de Dios Rodríguez mit Beiträgen von Pablo Chiereghin / Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová / Johannes Gierlinger / Marina Gržinić & Aina Šmid Siggi Hofer / Klub Zwei / Milan Mijalkovic / Ryts Monet / Monochrom / Ivette Mrova Zub Yoshinori Niwa / Sekretariat für Geister, Archivpolitiken und Lücken (SKGAL) / UBERMORGEN Flora Watzal / Christina Werner / WochenKlausur

Für das Projekt Current signs wurden zeitgenössische KünstlerInnen eingeladen, um ihre jetzigen Bedenken und Forderungen in Form von Protest-Schildern auszudrücken. Welche Umstände können wir nicht akzeptieren? Wofür müssen wir aufstehen und unsere Stimme erheben? Gegen was müssen wir protestieren? Die daraus resultierende 16 Protest-Schilder sind die visuelle Antworten von KünstlerInnen auf diese Fragen. Produziert in einer Auflage von 50 Stück, werden diese Protest-Schilder im Kunstverein das weisse haus von 20. Februar bis 31. März gezeigt, wo BesucherInnen -solange vorhanden- sie kostenlos mitnehmen können.
Current signswurde aus der Sorge um die aktuelle politische Landschaft und um den Aufstieg (und der gesellschaftlichen Hinnahme) rechtsextremistischer Ideologien geboren. Wie immer -aber vielleicht jetzt dringender als je zuvor-, sollten wir unsere Anliegen und Forderungen sichtbar machen, mit Anderen teilen. Current signsist eine Aufforderung das Recht auf Bekundung von Protest und Empörung anzuwenden.


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