Pop / Rock

Fear of Men


Das Trio um Sängerin Jess Weiss ist aktuell der wohl hellste Stern am Pophimmel Brightons.

Formiert im Jahr 2011, pflegen Fear Of Men eine äußerst zarte, sehnsuchtsvolle Interpretation dessen, was unterm Strich gerne als Dream Pop subsumiert wird. "Loom", das erste Album von Fear Of Man, stammt aus 2014 und wurde wegen seiner dezent jingle-janglenden Smiths-Gitarren von Rezensenten gerne in die Nähe von Bands wie Young Marble Giants, Marine Girls oder Camera Obscura gerückt. Unter der lieblichen Twee-Pop-Oberfläche brodelten aber schon in den frühen Songs panische Unruhe, Melancholie und tiefe Traumata - siehe auch den Bandnamen, der auf die so genannte Androphobie Bezug nimmt, einer seltenen psychischen Störung, die sich in der Angst vor Männern äußert.

Auch auf dem neuen, zweiten Album "Fall Forever" scheuen Fear Of Men nicht vor gnadenloser Innenschau zurück. Doch trifft die obsessive Offenlegung intimster Empfindungen nunmehr auf eine karge, aufregend modern klingende Sound-Ästhetik, an der die Band wohl intensiv gefeilt haben dürfte. Nach Tourneen mit The Pains At Being Pure At Heart und Lower Dens zogen sich Weiss, Daniel Falvey und Michael Miles ins rurale Kent zurück, wo sie - ganz ohne Handyempfang - ihren Klangkörper radikal entblätterten. Zum Vorschein kam eine verstörend-schöne, ambivalente Koexistenz von glockenhellem Gesang und verhuschten Texturen einerseits, sowie dunklen Synthie-Drones und frenetischen Post-Punk-Drums andererseits. Damit dürften Fear Of Men ihr selbstgestecktes Ziel erreicht haben - nämlich "ein Album zu machen, das bei ihrer Live-Rückkehr die Bühne erschüttern wird".


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