World Music

Fanfare Ciocarlia



Die elf Roma aus dem Dorf Zece Prajini, im Nordosten Rumäniens, sind wieder da! Rasante Rhythmik, verbeulte Blechinstrumente und traditionelle Tänze und Melodien sorgen für Stimmung.

Der Legende nach postiert sich der Teufel gern an Wegkreuzungen, um
ahnungslosen Reisenden Seele und Unschuld abzuluchsen. Doch nicht jeder Deal,
der an solchen Orten besiegelt wird, birgt Tod und Verderben. Fanfare Ciocarlia's
neuester musikalischer Pakt riecht eher nach Genialität - als nach Pech und
Schwefel.

Die aus dem entlegenen rumänischen Dorf Zece Prjini stammende
Blasmusiklegende hat unzählige Konzerthallen rund um den Globus zum Kochen
gebracht. Mit ihrer einzigartigen Spielweise haben sie Ende der 90er ein Genre
populär gemacht, von dessen Existenz kaum jemand auch nur ahnte. Seitdem touren
die Rumänen unentwegt und bringen ihr Publikum in Berlin, Memphis oder Tokio zur
Ekstase. Auf zerschundenen und verbeulten Instrumenten machen sie deutlich,
worauf es ankommt: Auf die Leidenschaft und die Bereitschaft zu jedwedem
musikalischen Risiko. Bereits in der Vergangenheit hat das weltreisende 24-beinige
Blechblasmonster mit atemberaubenden Bündnissen den Planeten Kopf stehen
lassen: legendäre Shows wie „The Gypsy Queens & Kings" oder das „Balkan Brass
Battle" sind erfolgreiche Resultate spannender Allianzen.
Zusammen mit ihrem neuen Weggefährten, dem kanadischen Gitarristen und
Banjovirtuosen Adrian Raso, wird nun eine weitere Geschichte erzählt und dabei
konsequent Stil und Stilbruch gefeiert!

Im Jahr 2013 haben sich die Rumänen und der Kanadier in den Metal Works Studio
- Toronto zusammengefunden und in nächtelangen Sessions ein Album produziert,
das seit seiner Veröffentlichung im Frühjahr 2014 für internationale Furore sorgt.
Adrian Raso's westlicher musikalischer Background und Fanfare Ciocarlia's
unverwechselbarer Balkansound verschmelzen zu deftigem Rock'n'Roll,
schleppenden Swampgrooves und nostalgischem 30er-Jahre-Swing ganz im Sinne
eines Django Reinhardt. Ein wilder Ritt von New Orleans über den Atlantik nach
Paris, von dort unermüdlich weiter bis tief in den Balkan hinein und durch die
verfallenen Straßenzüge Detroits zurück ins mondäne Toronto. Dabei folgen Fanfare
Ciocarlia dem Gitarristen Adrian Raso mit einer Selbstverständlichkeit in die
abgelegensten stilistischen Winkel. Sie assistieren, erhöhen den Druck, übernehmen
die Führungen, dämpfen die Dynamik, intensivieren die Fülle des Klangs und
platzieren ironische Schlenker: Die Gitarrensounds halten die Zügel - Tuba und
Trompeten weisen die Richtung. Hier wird auf das Herz der Musik geachtet!
Ohren auf - dem Charme von „Devil's Tale" wäre selbst der alte Mephisto hilflos
erlegen!

Lineup: Adrian Raso (Git, E-Git, Banjo) Lorenzo Luciano Bortolon (Git.) Kai
Schönburg (drums) Tyler Belluz (bass git.) Oprica Ivancea (sax) Constantin Cantea
(tuba) Constantin Calin (bariton horn) Monel Trifan (tuba) Paul Marian Bulgaru (tp)
Costica Trifan (tp) Laurentiu Ivancea (tenor horn)
Aktuelles Album: Devil's Tale (Platz 1 der World Music Charts Europe und
ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik) - veröffentlicht auf
Asphalt Tango Records.