Theater

Familienfeste (1 + 2)


Ein ganz besonderes Theaterereignis: ­Unter dem Themenbogen „Familienfeste“ untersucht der Regisseur Armin Holz die Urszene menschlichen Miteinanders, die Familie. Den Bogen schlägt er dabei mit Hilfe der Genres Drama, Erzählung und Operette.

In Henrik Ibsens meistgespieltem Familiendrama sind die Gespenster die Wiedergänger einer verdrängten Vergangenheit: Erst als ihm zu Ehren zu seinem zehnten Todestag ein Kinderheim eröffnet werden soll und der todkranke Sohn Osvald aus Paris heimkehrt, enthüllt sich das menschenverachtende Leben des Kammerherrn Alving. Spät, vielleicht zu spät, entscheidet sich seine Witwe für die Wahrheit. Ibsens Drama mit seiner fast analytischen Vergangenheitsenthüllung wühlte eine ganze Generation von Schriftstellern, Künstlern bis hin zu Wissenschaftlern wie Siegmund Freud auf.

Clarissa Dalloway und ihr quasi-familiärer Bekanntenkreis haben an einem heiteren Junitag in London mit anderen Gespenstern ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Ein Fest wird vorbereitet, und der Mann, der Clarissa einst liebte, den sie aber nicht heiraten wollte, hat sich angekündigt. Und der große Krieg ist gerade erst vorbei. Septimus Warren Smith hört noch die Stimmen der Gefallenen. Er hat Angst, nichts mehr fühlen zu können… Der innere Bewusstseinsstrom der Figuren wird mehr und mehr zur eigentlichen Handlungsebene in Virginia Woolfs berühmtester Erzählung.

Gespenster & Mrs Dalloway ist Teil eines ganz besonderes Theaterereignis: ­Unter dem Themenbogen „Familienfeste“ untersucht der Regisseur Armin Holz in einem Triple-Projekt die Urszene menschlichen Miteinanders, die Familie. Den Bogen schlägt er dabei mit Hilfe der Genres Drama, Erzählung und Operette. Ibsens Gespenster & Virginia Woolfs Mrs Dalloway einerseits, die Paul Abraham-Operette Viktoria und ihr Husar andererseits sind sowohl als Einzelabende oder auch an speziellen Wochenenden gemeinsam zu sehen.


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