Vortrag

Familienfest & Kinder-Kräuterworkshop


Ein sinnlicher Workshop unter freiem Himmel lädt Groß und Klein zu Tagträumen ein. Wahre Kräuterschätze sind im ehemaligen „Kuchlgarten“ der Familie Haydn versteckt – und du darfst sie entdecken! Wir erforschen die Wirkung mancher Kräuter und testen einige Kostproben. Ein Blütensaft-Umtrunk, Kräutermärchen und das Fertigen von „Kräuterkranzerln“ machen die Zeit im Garten zu einem Fest für alle Sinne!

Als Joseph Haydn mit seiner Gattin Anna Aloysia nach Eisenstadt zog, erwarb er im Jahr 1766 zusammen mit seinem Wohnhaus auch ein „Kuchlgartl“. Um dessen barocke Kräutergeheimnisse genauer zu erforschen gibt es heuer ein eigenes Kräuterfest für Kinder, das Fest mit Lavendelfee und Salbeihex. Auch für Erwachsene gibt es spezielle Themenführungen, die das alte Wissen „mit allen Sinnen“ vermitteln.

Die Kräuterhexe und Co-Moderatorin der ORF-Sendung „Natur im Garten“, Uschi Zezelitsch, bepflanzte den Garten heuer mit allerlei Gewürz-, Heil- und Duftpflanzen, Färbepflanzen, giftigen Gewächsen und magischem Unkraut, die schon im Barock bekannt waren. Es wartet ein Schatz alter Weisheiten und Rezepturen rund um Gewürz-, Heil- und Duftpflanzen im Kräutergarten der Familie Haydn darauf, wieder entdeckt zu werden. Spezielle Themenführungen für Kinder und Erwachsene vermitteln dieses Wissen „mit allen Sinnen“.

Iris, Rosen und Madonnenlilie duften da und erinnern daran, dass sich schon die barocken Damen gerne mit Lilienduftwässerchen, Rosensalbe und Iriswurzelpuder pflegten. Estragon, Salbei, Dost, Liebstöckel, Winterbohnenkraut und Majoran fanden schon in den Kochtöpfen der Musikerfamilie Verwendung. Auch über die Pflanzenheilkunde dürfte Frau Haydn einiges gewusst haben: Beinwell heilt Knochenbrüche und Verstauchungen. Mädesüß enthält, wie Aspirin, Salicylsäure und wurde als Grippe- und Fiebermittel eingesetzt. Mit Labkraut wurde Käse fermentiert, Stechapfel und Fingerhut sind gefährliche Gifte, der Rainfarn konnte Fehlgeburten verursachen. Die Färberdistel färbte Stoffe rot, der Färberwaid gelb. Mit den Blüten der Königskerze vertrieb man böse Dämonen und Albträume. Und mit dem heilkräftigen Alant wurde in den Raunächten geräuchert.


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