Oper · Theater

Falstaff


Sex and crime in Windsor: Ehebruch, Eifersucht. Zwei identische Liebesbriefe sorgen auf einer Society-Party bei Mr und Mrs Slender für einen Skandal. Selbst die Königin ist not amused. Falstaff, ein dicker Trinker und Betrüger, macht in völliger Überschätzung seiner Wirkung auf Frauen gleich zwei Damen den Hof, in der Absicht, sie um ihr Geld zu betrügen.

200 Jahre nach Shakespeare, 100 Jahre vor Verdi, 217 Jahre vor heute: Salieris Oper Falstaff ossia Le tre burle nach einem Text von Carlo Prospero De Franceschi auf der Grundlage von Shakespeares elisabethanischer Komödie The Merry Wives of Windsor wird am 3. Januar 1799 im Wiener Kärntnertortheater uraufgeführt.

Antonio Salieri, 1750 in Legnano bei Verona geboren, ging als junger Dirigent nach Wien und erwarb dort schnell die Gunst Christoph Willibald Glucks. Dem gerade 20-jährigen Salieri gelang es, sich am Wiener Hof als erfolgreicher Opernkomponist zu etablieren. Seine Kompositionen in verschiedenen Genres theatralischer Musik verliehen ihm schnell die Fähigkeit, pointiert und direkt zu sein wie kaum ein anderer italienischer Komponist seiner Zeit.

Sex and crime in Windsor: Ehebruch, Eifersucht. Zwei identische Liebesbriefe sorgen auf einer Society-Party bei Mr und Mrs Slender für einen Skandal. Selbst die Königin ist not amused. Falstaff, ein dicker Trinker und Betrüger, macht in völliger Überschätzung seiner Wirkung auf Frauen gleich zwei Damen den Hof, in der Absicht, sie um ihr Geld zu betrügen. Die Frauen von Windsor verbünden sich und nutzen die Gelegenheit, um sich vor ihren Männern vom Verdacht des Ehebruchs endgültig zu befreien. Mrs Ford preist in Gestalt einer deutschen Frau Falstaffs unwiderstehlichen Charme. Mr Ford spielt wütende Eifersucht, um Falstaffs Spiel zu entlarven, bis er erfährt, dass seine Frau mit ihm verabredet ist. Mr Slender glaubt, bereits betrogen worden zu sein. Der Traum von Liebe und Treue verwandelt sich vorübergehend in einen Albtraum, droht, in einen Abgrund zu stürzen. Ehemänner und Ehefrauen gestehen einander schließlich ihre genau vorbereiteten Intrigen, gemeinsam plant man als nächtliches Abenteuer eine weitere Demütigung. Falstaff demaskiert die Männer und Frauen der Gesellschaft als leidtragende und leiderzeugende hochnotkomisch agierende Marionetten ihrer eigenen Libido und Eifersucht und wird schließlich zum tragischen Helden und Sündenbock einer bigotten Gesellschaft.

Opera comica in drei Akten (1799)

MUSIK VON ANTONIO SALIERI
LIBRETTO VON CARLO PROSPERO DE FRANCESCHI

nach der Komödie The Merry Wives of Windsor (1597) von William Shakespeare

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: René Jacobs
Inszenierung und Licht: Torsten Fischer
Ausstattung: Herbert Schäfer & Vasilis Triantafilopoulos
Dramaturgie: Herbert Schäfer
Sir John Falstaff: Christoph Pohl
Mrs Alice Ford: Anett Fritsch
Mr Ford: Maxim Mironov
Mrs Slender: Alex Penda
Mr Slender: Arttu Kataja
Betty: Gan-ya Ben-gur Akselrod
Bardolfo: Robert Gleadow

Akademie für Alte Musik Berlin
Arnold Schoenberg Chor (Ltg.: Erwin Ortner)

Neuproduktion des Theater an der Wien


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