Jazz

Evan Parker, Saxophon, Limpe Fuchs, Perkussion und Viola, Matt Wright, Turntables, Elektronik


Evan Parker (geb. 1944 in Bristol) steht beispielhaft für die Gründergeneration der freien Improvisationsmusik in Europa: Einerseits inspiriert vom Jazz und andererseits diesen mit vielerlei europäischen und außereuropäische Musizierformen und -haltungen erweiternd, um so letztlich zu einer eigenen Musik zu gelangen.

Im Duo mit Matthew Shipp wird wohl eher Parkers Jazzhintergrund zu erfahren sein. Das Duo „Trance Map“ hingegen, das er seit einigen Jahren mit Matthew Wright (geb. 1977, Professor an der Canterbury University) betreibt, arbeitet an der Schnittstelle zu neueren elektronischen Musikformen inklusive Signalprocessing. Matt Wright ist weiters auch als Komponist tätig - Kammermusik für kleinere Ensembles, Partituren für Installationen mit Performern und digitale Medien, etc.

Dazu kommt nun Limpe Fuchs, eine der phantasievollsten Klangkünstlerinnen der experimentellen Musikszene, die seit einigen Jahren gelegentlich mit Evan Parker im Duo auftritt. Fuchs, geboren 1941, studierte Klavier, Violine und Schlagwerk. Unter dem Namen „Anima Sound“ betrieb sie in den 1960er-Jahren Klangforschung mit ihrem damaligen Lebenspartner, dem Bildhauer Paul Fuchs. Es entstanden Arbeiten die heute als Wegbereiter des „Krautrock“ gesehen werden und Kooperationen mit Musikern wie z.B. Friedrich Gulda. Seit 1989 ist sie vorwiegend als Solistin unterwegs.


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