Vortrag

Europahymne im neuen Gewand?


Vor 195 Jahren erklang am 23. Mai 1824 Beethovens Neunte Symphonie im großen Redoutensaal in Wien zum zweiten Mal.

Ein Jahr später, am 23. Mai 1825, dirigierte Beethovens Schüler und Freund Ferdinand Ries das Werk beim Niederrheinischen Musikfest in Aachen. Nun wird – auf den Tag genau – die vom Beethoven-Archiv Bonn erarbeitete neue Edition der Neunten Symphonie in der Beethoven-Gesamtausgabe am Campus der Universität Wien der Öffentlichkeit vorgestellt; sie erscheint im G. Henle Verlag München (https://www.henle.de/de/shop/wissenschaft/gesamtausgaben/ludwig-van-beethoven/).

Diese kritische Neuausgabe wird das berühmte Werk in durchaus veränderter Gestalt präsentieren, so etwa in der Art der Singtext-Unterlegung und mit einer anderen Kontrafagott-Stimme im Finalsatz; auch Dynamik und Phrasierung unterscheiden sich von bisherigen Ausgaben.

Im Roundtable werden die Forschungsergebnisse sowie die Konsequenzen dieser neuen Edition für Aufführungen wie auch für hermeneutische Interpretationen – und damit für die zukünftige Wahrnehmung dieses symbolträchtigen Werks überhaupt – veranschaulicht.

Es diskutieren: Dr. Beate Angelika Kraus (Editorin der Neunten Symphonie, Beethoven-Haus Bonn), Prof. Dr. David Levy (Wake Forest University, USA; internationaler Kenner der Aufführungspraxis der Neunten) und Prof. Dr. Martin Haselböck (Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, Dirigent „Orchester Wiener Akademie" und Gründer der Konzertserie ResoundBeethoven; www.wienerakademie.at/resound), gemeinsam mit Birgit Lodes (Universität Wien).


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