Kunstausstellung

Euphorie und Unbehagen Das jüdische Wien und Richard Wagner


Das Jüdische Museum Wien setzt sich anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner mit seiner widersprüchlichen Wirkungsgeschichte auseinander.

Wien war sehr früh ein Zentrum des Wagner-Kults. Gerade hier gab es besonders viele jüdische Wagnerianer, doch auch seine sarkastischen Kritiker, wie Eduard Hanslick und der jüdische Feuilletonist Daniel Spitzer, lebten und publizierten in Wien. Wagners Werk inspirierte deklarierte Antisemiten ebenso wie einflussreiche jüdische Intellektuelle, u. a. Theodor Herzl oder Otto Weininger.

Ausgehend von dieser Liebe zum Komponisten, die sich bald als Falle herausstellen sollte, werden sowohl der moderne Antisemitismus des 19. und frühen 20. Jahrhunderts als auch die Wirkung Wagners auf Kunst und Kultur der Wiener Jahrhundertwende und auf Adolf Hitler und das NS-Regime thematisiert. Letzten Endes geht es aber auch um die Frage nach der heutigen Wagner-Rezeption – auch und vor allem in Israel.

Öffnungszeiten
So-Fr 10-18, Sa geschlossen
Eintritt
€ 10,-/€ 8,-/€ 5,-


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