Klassik

Eugen Onegin - Pjotr Iljitsch Tschaikowsky


Tschaikowskys lyrische Oper „Eugen Onegin“ verzaubert durch ihre melancholische Süße. Ihr unverwechselbarer Klang und Tschaikowskys Gespür für die Vertonung der Tragödie ziehen bis heute weltweit das Publikum an.

Eugen Onegin
Oper von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
(nach der literarischen Vorlage „Eugen Onegin“ von Alexander Puschkin)

Tatjana - Elizaveta Chudovskaya
Olga - Catrina Poor
Eugen Onegin - Kiril Chobanoff
Lenski - Ali Magomedov
Klavierbegleitung - Elena Upryamova

Tschaikowskys lyrische Oper „Eugen Onegin“ verzaubert durch ihre melancholische Süße. Ihr unverwechselbarer Klang und Tschaikowskys Gespür für die Vertonung der Tragödie ziehen bis heute weltweit das Publikum an.

Die Krypta mit ihren alten Gewölben ist für „Eugen Onegin“ der ideale Spielort. International renommierte Künstler präsentieren das Werk als intensives, schmerzhaftes Kammerspiel, dessen Kraft man sich nicht entziehen kann. Mit Klavierbegleitung erlebt man diese eindringliche Oper gerade so, wie der Komponist sie selbst zuerst hörte – pur und komprimiert auf das Wesentliche. Der auf 50 Sitzplätze limitierte Konzertsaal garantiert dabei den Gästen persönlichen und intimen Operngenuss. Nicht umsonst gilt die Krypta als ungewöhnlichster Spielort der Stadt.

In der Zeit der Komposition der berühmten Briefszene Tatjanas, identifizierte Tschaikowsky sich so stark mit seiner moralisch einwandfreien Protagonistin, dass er sich selbst als verliebt bezeichnete. Zeitgleich erhielt er einen Liebesbrief einer ehemaligen Schülerin. Um nicht mit dem ihm als zuwider empfundenen Onegin gleich zu ziehen, machte er der jungen Frau einen Heiratsantrag. Zwar verlief die kurze Ehe unglücklich, doch zeigt sie einen Spiegel der seelischen Verfassung Tschaikowskys, der Zeit seines Lebens als depressiv galt. Mit nur 53 Jahren verstarb er 1893 viel zu früh unter ungeklärten Umständen.

Handlung:

Die verträumte Tatjana und ihre Schwester, die lebenslustige Olga, bekommen Besuch vom Gutsnachbarn, dem Dichter Lenski. Dieser, Olgas Verlobter, stellt beiden seinen Gast, den weltgewandten Onegin vor.

Tatjana verliebt sich und beschließt, Onegin in einem Brief ihr Herz zu offenbaren (Briefszene „…und wär´s mein Untergang“.) Nach bangem Warten erscheint Onegin und erwidert, er fühle sich geschmeichelt, aber wegen seines unsteten Wesens eigne er sich keinesfalls für die Ehe. Tatjanas Träume sind zerstört, sie zieht sich tief enttäuscht zurück.

Kurz darauf wird Tatjanas Namenstag gefeiert. Im Laufe des Festes provoziert Onegin bewusst seinen Freund Lenski, in dem er dessen Verlobte Olga hofiert. Der Streit eskaliert und endet in einer Aufforderung Lenskis zum Duell.
Im Morgengrauen wartet Lenski auf Onegin auf einem Feld („Kuda, kuda“ - „Wohin, wohin seid ihr entschwunden“). Ein letztes Gespräch zwischen beiden lässt die alte Freundschaft aufflackern, doch das Unheil nimmt seinen Lauf. Onegin erschießt Lenski.
Jahre später trifft Onegin nach rastlosen Reisen im Hause des Fürsten Gremin auf Tatjana. Diese ist mit dem wesentlich älteren Fürsten verheiratet und führt ein geachtetes Leben. Onegins einst verschmähte Liebe entflammt plötzlich in ihm. Er gesteht Tatjana seine Gefühle. Auch sie fühlt noch Liebe in sich, doch weist sie ihn von sich und entscheidet sich zur Treue für den Gatten. Sie wendet sich von Onegin ab und lässt ihn in seiner Verzweiflung alleine.


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