Vortrag

Eugen Drewermann: Gevatter Tod und Fundevogel- Märchen von Heilung und Hoffnung


Märchen sind keine Kindergeschichten – und schon gar nicht, wenn es um den Tod und die Liebe geht. Märchen sind Parabeln auf das menschliche Leben.

Wie leben wir menschlich im Gegenüber des Todes? Wie hält man es aus, angesichts des Todes der eigenen Ohnmacht ins Auge zu schauen? Wie leben wir, wenn alle Heilkunst versagt und nichts mehr zu „machen“ ist? Die ewig bleibende Angst vor dem Sterben, das Verhältnis von Arzt, Patient und Tod sind Themen dieses Vortrags, vertieft anhand der beiden Grimm‘schen Erzählungen „Gevatter Tod“ und „Fundevogel“. Darin werden Krankheit, Sterben und Tod in ihrer Bedeutung für das menschliche Leben symbolisch entfaltet und verdichtet. Ärzte müssen ihre Grenzen kennen, sie müssen erkennen können, wo der Tod steht, ob noch im Hintergrund oder bereits an der Schwelle, wo jeder Eingriff und jede Medizin versagen. Dann kann Hilfe nur noch darin bestehen, zu der Einsicht zu verhelfen, dass nach dieser Schwelle ein neues Leben beginnt. Ein wichtiger, hoffnungsvoller Vortrag für alle, die mit dem Sterben konfrontiert sind.

Referent: Eugen Drewermann
geb. 1940, Dr., Theologe, Psychotherapeut und Schriftsteller, wurde von der katholischen Kirche mit Berufsverbot gemaßregelt. Er verfasste über 80 Bücher.

Um Anmeldung wird gebeten unter [email protected] oder Telefon 050/258-4026
Der Eintritt ist frei.


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