Pop / Rock

Escape the Fate


Escape The Fate gehen ihren Weg – unbeirrt, unbeeindruckt, voller Kraft. Und dies, obwohl es das Schicksal nicht immer gut mit ihnen meinte. Persönliche Probleme, innere Zerwürfnisse, Gerichtsverfahren: Was auch immer der Band aus Las Vegas widerfährt – es scheint sie auf künstlerischer und kommerzieller Ebene zu stärken. Mit jedem ihrer vier Alben, von denen Escape The Fate mehr als eine Million Einheiten verkauften, wuchs die internationale Akzeptanz.

Alles begann im Jahr 2004 mit Sänger Ronnie Radke, einem intensiven Charakter, der in der künstlerischen Arbeit einen Weg fand, sich seiner Dämonen zu entledigen. Über MySpace suchte er geeignete Mitstreiter – und fand sie in Gitarrist Omar Espinosa, Bassist Max Green und Drummer Robert Ortiz. Schnell entwickelten die jungen Fans harter Musik einen eigenen Stil: Kraftvoll und virtuos, bedienten sich Escape The Fate an den Wurzeln des Hardcore, verwoben ihn mit Metalcore- und Screamo-Zitaten und schufen eine Form von Post-Hardcore, die ebenso viel Wert auf Musikalität wie auf Druck und Dynamik legt.

Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Bei einem Talentwettbewerb, bei dem My Chemical Romance nach einem Support für ihre nächste US-Tour suchten, gewannen Escape The Fate mit großem Vorsprung. Kaum dass die Tour begonnen hatte, bot ihnen das altehrwürdige Punk- und Hardcore-Label ‚Epitaph’ einen Vertrag an. Im Mai 2006 veröffentlichten sie zunächst die EP „There’s No Sympathy For The Dead“, im September folgte der erste Longplayer „Dying Is Your Latest Fashion“. Escape The Fate schienen eine rosige Zukunft zu haben. Exakt zu dieser Zeit geriet Ronnie Radke mit dem Gesetz in Konflikt. Um die Band und ihre Geschicke nicht zu gefährden, stieg er aus. Ihm folgte Omar Espinosa, ein Freund Radkes. Derart vom Pech verfolgt, besannen sich die restlichen Mitglieder auf ihre Stärken. Mit neuem Line-Up entstand 2008 das programmatisch betitelte „This War Is Ours“, gefolgt von dem sehr persönlich ausgerichteten „Escape The Fate“ (2010). Zwei Alben, die inzwischen als Gratmesser für die Intensität von Post-Hardcore und Metalcore herangezogen werden. Denn all ihre Wut und Unzufriedenheit über den Verlauf des Schicksals packten sie in Songs. Insofern ist ihr Hardcore kein adaptierter oder nachempfundener, sondern geboren aus dem Unglück, das der Band widerfuhr.

Auch während der Arbeit an „Ungrateful“ verabschiedete sich wieder ein Mitstreiter. Mit der aktuellen Besetzung aus den Gründungsmitgliedern Bryan „Monte“ Money und Robert Ortiz, den seit 2008 zur Band gehörenden Craig Mabbit (Gesang) und Michael Money (Gitarre) sowie dem unlängst hinzu gestoßenen Bassisten TJ Bell begannen sie die Aufnahmen noch einmal neu. Das 2013 erschienene Album weist einen düsteren Sound auf, der diesmal stärker im Metal und Hardrock verankert ist als im Hardcore. Sicher ist: Escape The Fate bleiben nicht stehen, sondern entwickeln sich fortwährend weiter.


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