Kunstausstellung

Eröffnung Peles Empire & Ákos Ezer


Gestern wird Heute, Oben wird Unten, Innen wird Außen: Der Wechsel von Paradigmen und Perspektiven ist inhaltlicher Dreh- und Angelpunkt der Einzelausstellung „The Sky Opens Twice“ des Berliner Künstlerinnen-Duos Peles Empire im Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien (KM– Graz).

Peles Empire
The Sky Opens Twice

Ákos Ezer
Ábstract Hungary

19:00 Bargespräch Peles Empire
anschließend Țuică und Musik, Grrrls DJ Crew

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Gleich mehrere großformatige Neuproduktionen spielen mit der Wahrnehmung der Besucher_innen der Institution durch die Adaption, Spiegelung und Streckung ihrer Architektur. So breitet sich der Himmel in der Haupthalle im Erdgeschoss des Künstlerhauses in den Raum aus, während eine großformatige Arbeit auf der Außenwand der Apsis des Künstlerhauses den Einblick in das Innere des Ausstellungsraums offenbart. „The Sky Opens Twice" führt die Variabilität der Realität vor Augen, weist darauf hin, dass sich die Gegenwart – wenn auch nicht immer unmittelbar sichtbar – aus der Vergangenheit speist und lädt zum Dialog und zur Erweiterung des Horizonts ein.

Mit Ákos Ezer präsentiert das Künstlerhaus als Halle für Kunst & Medien einen ungarischen Maler der jüngeren Generation, der sich thematisch nah an der Realität der Gegenwart seines Heimatlandes abarbeitet. Gegenstand seiner Malerei sind fortlaufend absichtsvoll oder slapstickhaft stürzende, zumeist männliche Figuren. Eine neue Bildserie zeigt zudem riesenhafte Portraits mit verdrehten, überdimensionalen Hälsen. Der Sturz und die körperliche Verrenkung werden zu inhaltlichen Gesten in Ezers Werken; diese ereilen die Protagonisten zumeist in Alltagssituationen. Mit seinen durch die eigenartigen Bewegungen entrückt wirkenden Körpern erzählt der Künstler kraftvoll vom Scheitern, dem Ungeschick und der Fehlbarkeit des Einzelnen und der Gesamtgesellschaft. Die farbenfrohen und figurativen Kompositionen bedienen sich einer abstrakten Formensprache, während eine Prise Humor das Abbild der Stolpersteine des privaten wie auch öffentlichen Lebens verfeinert.

Kuratoren: Jana Franze und Sandro Droschl


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