Klassik

Eröffnung der Salzkammergut Festwochen Gmunden


"Eröffnung der Salzkammergut Festwochen Gmunden"

Grußworte:
Vertretung des BKA
Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann von Oberösterreich
Mag. Stefan Krapf, Bürgermeister der Stadt Gmunden
Prof. Jutta Skokan, Intendantin der Salzkammergut Festwochen Gmunden

Julian Nida-Rümelin - Eröffnungsrede
"Philosophie einer humanen Bildung"

Bettina Leitner - Klavier
Gundula Leitner - Violoncello

Programm:
"Dört Şehir" (Vier Städte/Four Cities), Sonate op. 41 für Violoncello und Klavier von Fazil Say
I Sivas
IV Bodrum
"Le Grand Tango" für Violoncello und Klavier von Astor Piazzolla

Jürgen Leitner - Marimba

Programm:
"True Colours" von John Thrower
"Libertango" von Eric Sammut

Zoryana Kushpler - Mezzosopran
Olena Kushpler - Klavier

Programm:
"Andaluza" von Enrique Granados

Anschließend Empfang des LH Dr. Josef Pühringer im Foyer des Stadttheaters mit Public Viewing des Fußball-EM-Halbfinalspiels

Julian Nida-Rümelin gehört neben Jürgen Habermas und Peter Sloterdijk zu den renommiertesten Philosophen in Deutschland. Er studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft, war dann wissenschaftlicher Assistent in München und habilitierte sich dort 1989. Nach einer Gastprofessur in den USA übernahm er einen Lehrstuhl für Ethik in den Bio-Wissenschaften an der Universität Tübingen, dann für Philosophie an der Universität Göttingen. Anschließend folgte er einem Ruf an das Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, dessen Direktor er von 2004 bis 2007 war. 2009 wechselte er in die philosophische Fakultät auf einen Lehrstuhl für Philosophie. 2011 veranstaltete er als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie den Kongress „Welt der Gründe“ mit 400 Vorträgen und 2700 Teilnehmern in München. Von 2004 bis 2012 wirkte er als Kuratoriumsvorsitzender des Deutschen Studienpreises. Er ist Mitinitiator und Sprecher des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Philosophie, Wirtschaft, Politik an der Universität München. Seit 2011 leitet Julian Nida-Rümelin das interdisziplinäre Münchner Kompetenzzentrum für Ethik. 2014 verlieh ihm die Universität Triest die Ehrendoktorwürde. Seit 2014 ist er im Beratungsausschusses des Instituts für Recht, Politik und Entwicklung (Instituto Dripolis) der Scuola Superiore Sant’Anna in Pisa. Julian Nida-Rümelin ist Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin, ord. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und der Akademie für Ethik in der Medizin. Für fünf Jahre von 1998 bis 2002 wechselte er in die Kulturpolitik, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München und dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröders. Nida-Rümelin kooperiert mit dem Deutschen Verband für Finanzanalysten und Assetmanager (DVFA) für eine ethisch sensible Ausbildung von Finanzmanagern und ist Mitglied des Beirats Integrität und Unternehmensverantwortung der Daimler AG, sowie Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Parmenides Academy GmbH, einem think tank, welches Führungskräfte in philosophisch-ethischen Fragestellungen schult und berät. Julian Nida-Rümelin hat zahlreiche Bücher verfasst, die sich mit Themen aus der praktischen Philosophie und politischen Theorie befassen, darunter Kritik des Konsequentialismus (1993), Economic Rationality and Practical Reason (1997), Ethische Essays (2002), Angewandte Ethik (2005), Demokratie und Wahrheit (2006), Philosophie und Lebensform (2009) sowie die Reclam-Trilogie über Rationalität (2001), Freiheit (2005) und Verantwortung (2011). Zuletzt erschienen: Die Optimierungsfalle – Philosophie einer humanen Ökonomie (2011), Risikoethik (2012), der Sokrates-Club – Philosophische Gespräche mit Kindern sowie Philosophie einer humanen Bildung (2013), Akademisierungswahn – zur Krise beruflicher und akademischer Bildung (2014) und Auf dem Weg in eine deutsche Bildungskatastrophe – Zwölf unangenehme Wahrheiten (2015). Einige politische Reden sind in dem Band Humanismus als Leitkultur (2006) zusammengestellt. Der Band Vernunft und Freiheit – zur praktischen Philosophie von Julian Nida-Rümelin (2012) herausgegeben von Dieter Sturma diskutiert zentrale Aspekten seiner philosophischen Arbeit.

Bettina Leitner, 1986 geboren, studierte zunächst Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg. 2008 legte sie die Bachelorprüfung mit Auszeichnung ab.Von 2007 bis 2012 war sie Studentin im Konzertfach Orgel bei Prof. Hannfried Lucke, wo sie 2012 die Masterprüfung ebenfalls mit Auszeichnung abschloss.Ihre Ausbildung wurde ergänzt durch Workshops mit Anthony Spiri und Reinhard Goebel.Sie ist mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs Prima la Musica. 2014 war sie Preisträgerin der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg. Neben einer intensiven Konzerttätigkeit in Österreich erhielt sie Einladungen u.a. nach Norwegen, Los Angeles, Prag, Regensburg, Rom (Petersdom), zur Orgelweihe in Skopje/Mazedonien als Vertreterin Österreichs sowie zur Bachwoche 2008 in Salzburg, zu Konzerten in den Salzburger Dom und zu den Konzerten der Internationalen Stiftung Mozarteum im Großen Saal des Mozarteums. 2002 wirkte sie bei der Philip Glass Woche in Salzburg in Anwesenheit des Komponisten mit (open lesson und Konzert). Bettina Leitner ist eine gefragte Kammermusikpartnerin, wobei sie wertvolle Erfahrungen in der Arbeit mit Igor Ozim, Heinrich Schiff, Wolfgang Boettcher, Alois Brandhofer, Dany Bonvin und Hans Gansch sammelte. Aufführungen mit dem Tölzer Knabenchor, der Camerata Salzburg und den Wiener Philharmonikern ergänzten ihre Konzerttätigkeit.Sie wirkte wiederholt als Solistin bei Uraufführungen von bedeutenden Komponisten unserer Zeit. Seit 2010 unterrichtet sie an der Landesmusikschule Wels.

Gundula Leitner, 1989 in Oberösterreich geboren, erhielt ihren ersten Cellounterricht an der Landesmusikschule Neuhofen. Am Brucknerkonservatorium Linz studierte sie Hauptfach Violoncello bei Univ. Prof. Wilfried Tachezi. 2000 setzte sie ihr Studium an der Universität Mozarteum Salzburg zunächst im Vorbereitungslehrgang, danach im Konzertfachstudium fort. 2009 wechselte sie in die Klasse von Univ. Prof. Enrico Bronzi. 2011 schloss sie das Bachelorstudium mit Auszeichnung ab. 2012 bis 2013 studierte sie in der Klasse von Univ. Prof. Clemens Hagen, bei welchem sie ihre Masterprüfung mit Auszeichnung abschloss. Sie erhielt ein Arbeitsstipendium vom Wissenschaftsministerium in Wien für ein postgraduiertes Studium im Fach Kammermusik an der Musikuniversität Wien bei Univ. Prof. Johannes Meissl. Gundula Leitner hat mehrere Meisterkurse u.a. bei Wolfgang Boettcher, Maria Kliegel und Heinrich Schiff besucht.Sie erhielt mehrfach einen 1. Preis und Sonderpreis des Wettbewerbes Prima la Musica, einen 3. Preis und Sonderpreis beim Internationalen Alpen Adria Wettbewerb in Gorizia und einen 3. Preis beim Enrico Mainardi Wettbewerb Salzburg. Als Solistin trat sie u.a. mit dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester, dem Orchester Pro Musica Salzburg, dem Sinfonieorchester des Mozarteum Salzburg, dem Universitätsorchester der Stadt Bochum, und diversen Jugendorchestern auf. Konzerte führten sie durch ganz Europa u.a. zu Festivals und in Konzertsäle wie den Gläsernen Saal des Musikvereins Wien, den Großen Saal der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, sowie bei den Meisterinterpreten von morgen im Brucknerhaus Linz, Konzerte im Rahmen der Salzburger Festspiele und dem Edinburgh Festival. Von September 2014 bis April 2015 war sie Akademistin an der Komischen Oper Berlin. Sie substituiert immer wieder bei der „Camerata Salzburg“, dem „Mozarteum Orchester Salzburg“ und dem „Radio Sinfonie Orchester Wien“. Ab Juni 2015 ist sie Substitutin bei den Wiener Philharmonikern. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen u.a. Martin Grubinger, Daniel Auner, Marian und Liv Migdal, Fazil Say, Barbara Bonney und Sophie Pacini. Im Rahmen zweier Lesungen arbeitete sie Karl Markovics und Birgit Minichmayr.

Jürgen Leitner, 1999 geboren, erhielt 2004 seinen ersten Musikunterricht. Ab 2006 nahm er bei Hans Trenker, ab 2007 bei Max Murauer Schlagwerkunterricht. Ab 2008 nahm er regelmäßig am Landeswettbewerb „Prima la musica“ teil, wo er jeweils den 1. Preis und die Berechtigung zum Bundeswettbewerb gewann. Sieben mal nahm er am Bundeswettbewerb teil, wo er mehrmals den 1. bzw. 2. Preis gewann. 2014 nahm er mit dem Trio "Lucky Break" am Bewerb „Musik in kleinen Gruppen“ teil. Beim Bundeswettbewerb war er unter den besten 10 von insgesamt 54 Gruppen aller Altersstufen und Instrumentengruppen aus ganz Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Weiters gewann er 2011 das Leistungsabzeichen in Bronze mit Auszeichnung, 2012 das Leistungsabzeichen in Silber mit Auszeichnung und 2015 das Leistungsabzeichen in Gold. Er absolvierte die Abschluss-Prüfung „Audit of Art“ am 19. Juni 2015 mit Auszeichnung. Jürgen Leitner ist seit 2008 Mitglied der Eisenbahnermusikkapelle Grieskirchen und des Jugendorchesters GRIPO. Seit 2012 ist er Mitglied beim Musikverein Pollham. Er übte Konzert- und Orchestertätigkeiten u.a. in der Oberösterreichischen Junior-Brass-Band, dem Oberösterreichischen Percussion-Orchester, den Oberösterreichischen Junior-Drummern, dem Oberösterreichischen Jugendsymphonieorchester, dem Landesjugendblasorchester Oberösterreich, dem Streichorchester der Landesmusikschule Wels, dem Symphonieorchester Wels und der Stadtmusik Wels aus.


Vergangene Termine