Literatur · Theater

Erni Mangold liest Elfriede Gerstl und Eigenes


Mit Erni Mangold & Doris Priesching

„endlich hatte ich in der kleinen wiener szene randgruppenstatus erlangt, ein status, mit dem ich durchaus zufrieden war“, bemerkte die österreichische Autorin Elfriede Gerstl einst über ihre Zeit als einzige Frau im Umkreis der „Wiener Gruppe“. Für große Gesten und Metaphysik interessierte sich die selbsternannte „Leutesammlerin“ und „Sprachkomponistin“ nur wenig und stand dem Literaturkanon genauso skeptisch gegenüber wie der etablierten Wiener Gesellschaft. Ihre Gedichte, Essays und Prosaskizzen geben sich vielmehr voller Ironie den kleinen, feinen Begebenheiten des städtischen (Wiener) Alltags hin und berichten spitzzüngig von Menschen, Mehlspeisen, merkwürdigen Tieren und nicht selten von den „Kleiderbergen“ der „glücklich süchtigen“ Modesammlerin.

Es war ein Herzenswunsch von Erni Mangold, bei ihrem ersten Besuch im Kurhaus Semmering aus Texten von Elfriede Gerstl zu lesen. Zumal die Kammerschauspielerin die 2009 verstorbene Literatin auch persönlich kannte, trifft sie den Ton des typisch lakonischen „Gerstl-Wienerischen“ wie kaum eine andere und zeichnet ein ganz besonders einfühlsames Portrait dieser außergewöhnlichen Frau.

Im Dialog mit Doris Priesching, Journalistin und Autorin ihrer Autobiografie „Lassen Sie mich in Ruhe“, wird Erni Mangold im Anschluss einige der berührendsten und humorvollsten Anekdoten aus ihrem eigenen Leben zum Besten geben. Im Gegensatz zum Buchtitel sind jedoch Fragen aus dem Publikum dabei ausdrücklich erwünscht!


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