Vortrag · Literatur

Erich Fried Tage 2017


Inspiriert von Erich Fried, diesem weltoffenen, politisch alerten Dichter, spricht das Internationale Literaturfestival Erich Fried Tage zentrale Themen unserer Gegenwart an und befördert den grenzüberschreitenden Austausch von Ideen.

Der Autor Erich Fried (* 6. Mai 1921 in Wien; † 22. November 1988 in Baden-Baden) – Namensgeber des Preises und des Literaturfestivals –, war ein Universalist: Lyrik-Bestsellerautor, Übersetzer aus dem Englischen (Shakespeare, Dylan Thomas), Verfasser von Prosa, Essayist und kritischer Journalist (1952 bis 1968 politischer Kommentator beim German Soviet Zone Programme der BBC), auch ein unermüdlicher Briefeschreiber. Als junger Mann, fast noch ein Kind, traumatisiert von den Gräueln des Naziterrorregimes und vom Tod des von der Gestapo ermordeten Vaters, wurde er von den Jahren im Exil geprägt. In den Nachkriegsjahren zählte Fried zu einem leidenschaftlichen Verfechter für politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel, der in den Studentenprotesten von 1968 Ausdruck fand und in Deutschland den schönen Schein vom Wirtschaftswunderland nachhaltig zerkratzte.

Auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Tod, am 22. November 1989, begründet sich die Internationale Erich Fried Gesellschaft in Wien. Ihr gehörten und gehören namhafte Autor/inn/en und Wissenschafter/innen des deutschsprachigen Kulturraums an: u. a. Hans Mayer, der erste Präsident der Gesellschaft, Ilse Aichinger, Gustav Ernst, Julia Franck, Elfriede Gerstl, Sabine Gruber, Ernst Jandl, Josef Haslinger, Elfriede Jelinek, Walter Jens, Thomas Kling, Friederike Mayröcker, Robert Menasse, Heiner Müller, Adolf Muschg, Doron Rabinovici, Robert Schindel, George Tabori.


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