Alte Musik · Klassik

Eratos Trio


»El Silencio Imposible« (Die unmögliche Stille) ist, zusammen mit Dowlands »From Silent Night«, Händels »Süße Stille, sanfte Quelle« und anderen Werken, der rote Faden durch das Konzert.
Dabei ist es nur im allerersten Moment scheinbar ein Widerspruch, das Klingende, die Musik und den Begriff der Stille miteinander in Verbindung zu setzen. Die Auseinandersetzung mit der ständigen, manchmal unerträglichen Berieselung, mit der Angst vieler Menschen vor der Stille, und mit ihrer Erfüllung, der Musik, ist die Quelle des Programms.

Die Werke von John Dowland und G.F. Händel stehen für die triumphale Erfüllung der Stille: Dunkel und »semper dolens« klingt Dowland, leicht, unbeschwert und kontemplativ hingegen wirkt Händel. Die Urfassungen sind für Mezzostimme, Cello und Gitarre arrangiert, und teilweise wurden original komponierte Sätze nach den harmonischen Richtlinien der Lieder ergänzt.
Auch die sephardischen Lieder flüstern der Stille zu: Man erkennt die feinen Nuancierungen der Melodien, deren iberische Herkunft immer wieder zu spüren ist, die leise Wehmut und die Subtilität der Texte, oft metaphorisch und augenzwinkernd interpretiert. Lieder, in Rhythmen eingebettet, die manchmal wiegend wirken, manchmal zum Tanzen einladen.
Dazwischen stehen die instrumentalen, schwungvollen Stücke von Diego Ortiz und Santiago de Murcia, die von den Musikern mit späteren Formen der Flamenco-Musik verbunden werden und damit auf die Jahrhunderte alte Herkunft des Flamencos hinweisen.

Eratos Trio:
Nicholas Spanos – Countertenor
Florian Eggner – Violoncello
Rafael Catalá – Gitarre, Bearbeitungen


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