Neue Klassik

Ensemble Modern


Zum Abschluss des großen Projektes KLANGSPUREN. INTERNATIONAL ENSEMBLE MODERN ACADEMY. EXTENDED., welches das Eröffnungswochenende des Festivals weitgehend ausfüllt, ist das ENSEMBLE MODERN mit einem Programm junger Komponisten zu erleben.

Zwei der Werke sind aus einem Kompositionsseminar der IEMA hervorgegangen; sie wurden auf dem cresc-Festival in Frankfurt 2011 uraufgeführt: Attack Decay von Johannes Motschmann spielt im Titel auf die ersten beiden Phasen der Hüllkurve von Lautstärken elektro-akustischer Signale an, die dazu dienen, den Klang lebendiger wirken zu lassen – sie werden in dem Stück, in das Popmusik-Zitate eingelagert sind – instrumental simuliert. Der erste Mensch des Deutsch-Isländers Steingrimur Rohlofff arbeitet mit hybriden Klängen und der “Angestrengtheit“ der Musiker, die sich neben ihrem Instrumentalspiel auch mit der Stimme artikulieren müssen. Martin Grüttter nähert sich kompositorisch wie in Texten der musikgeschichtlichen Tradition mit unverfrorener Ironie. Nach eigenen Worten beschäftigt sich seine Musik „mit Virtuosität, Übermenschlichkeit, Ironie, Irrsinn, Performanz, Rhythmus und Sprache“. Schakal wurde im November 2015 in einer szenischen Fassung von Ensemble Modern uraufgeführt. Simon Steen-Andersens Black Box Music (2012) ist eines der faszinierendsten – und erfolgreichsten – Werke der letzten Jahre. In hochvirtuosem Zusammenspiel mit einem Kammerensemble bedient ein versteckter Schlagzeuger mit geschickten Händen ein gleichfalls unsichtbares absurdes Mini-Perkussionstheater, das als Video-Film auf eine Leinwand projiziert wird – ein begeisterndes und staunenswertes Stück!

Programm:

Johannes Motschmann Attack Decay für Ensemble ÖEA
Martin Grütter Schakal für zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba (oder Fagott) ÖEA
Steingrimur Rohloff Der erste Mensch für großes Ensemble ÖEA
Simon Steen-Andersen Black Box Music for percussion solo, amplified box, 15 instruments and video


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