Neue Klassik · Klassik

Ensemble Kontrapunkte


In seinen Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Orchesterliedern scheint Schönberg noch ganz einer spätromantischen Musiksprache verpflichtet. Einen Gegenpol bilden die eher linear angelegte Passacaglia op. 1 Anton Weberns sowie der »Totentanz« Gehard Schedls – beide Komponisten schrieben diese Stücke zum Ende ihrer Lehrzeit in Wien.

Ensemble Kontrapunkte
Eva Maria Riedl, Mezzosopran
Peter Keuschnig, Dirigent

Arnold Schönberg: aus: Sechs Orchesterlieder op.8 (Bearbeitung:
Hans Eisler, Erwin Stein, Klaus Simon) Gerhard Schedl: Der Totentanz von Anno Neun. Septett nach dem Gemälde
von Albin Egger-Lienz Richard Wagner: Wesendonck-Lieder (Bearbeitung: Andreas N. Tarkmann) Anton Webern: Passacaglia op.1 (Bearbeitung: Alecander Wagendristel)

In seinen Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Orchesterliedern scheint Schönberg noch ganz einer spätromantischen Musiksprache verpflichtet.
Tatsächlich weist die Gestaltung der Harmonik bereits deutlich in Richtung ihrer eigenen Aufhebung – ähnlich Wagners Wesendonck-Liedern, in denen die schwebende Tonalität des
Musikdramas »Tristan und Isolde« vorbereitet ist. Einen Gegenpol bilden die eher linear angelegte Passacaglia op. 1 Anton Weberns sowie der »Totentanz« Gehard Schedls – beide
Komponisten schrieben diese Stücke zum Ende ihrer Lehrzeit in Wien.

Seit dem Jahre 1965 spielen die besten Musiker, aus Wiens führenden Orchestern, unter Peter Keuschnigs Leitung, als das ENSEMBLE KONTRAPUNKTE. Obwohl der klassisch / romantischen Tradition verhaftet, spezalisiert sich das Ensemble auf die Kammermusik des 20.Jahrhunderts. Zuerst als Ensemble für die Musikalische Jugend, dann für das Wiener Konzerthaus, ist das Ensemble Kontrapunkte seit 1974 fest an den Wiener Musikverein gebunden und gestaltet dort einen ständigen Abonnementzyklus.

Daneben unternimmt es Gastspielreisen. Höhepunkte der vielbeachteten Auslandstätigkeit waren 1983 eine große Gesamtschau des zeitgenössischen österreichischen Musikschaffens in New York, die Teilnahme an der Europalia 1987 in Belgien, Auftritte beim Internationalen Festival für Neue Musik in Istabul 1993 und vielumjubelte Konzerte anläßlich einer Japanreise 1996. Die Konzerttätigkeit des Ensembles wird durch unzählige Radioübertragungen und TV-Auftritte ergänzt.

Das Repertoire umfaßt Kammermusik für Ensembles verschiedener Größe aus der Zeit Mozarts und Haydns bis zur heutigen Avantgarde. Aus diesem Spannungsverhältnis bezieht das Ensemble seinen interpretatorischen Ansatz für die Musik des 20.Jahrunderts, der Zweiten Wiener Schule, Strawinsky, Bartok, Janacek und der Groupe des Six u.a.

http://members.aon.at/classic-music/curriculum/kontrapunkte.html


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