Theater

Encyclopédie de la parole - Suite No.


Das Erscheinen des Geistes in Hamlet, das Echo einer Stimme in den Bergen oder ein Prediger, der zu Jesus betet. Encyclopédie de la parole erforscht Sprache anhand von Audioaufnahmen. Basierend auf einer umfangreichen Sammlung entstehen seit 2007 Stücke, die sich mit dem Verhältnis von Körper, Klang und Bedeutung auseinandersetzen. Für Suite n°4 arbeitet der Regisseur Joris Lacoste mit den Komponisten Sébastien Roux und Pierre-Yves Macé sowie dem auf zeitgenössische Musik spezialisierten Ensemble Ictus zusammen.

Der Abend verspricht unzählige Situationen in mehr als 19 Sprachen. Während Roux das Material fast roh strukturiert und nur durch minimale Soundelemente moduliert, intensiviert und konterkariert Macé die Aufnahmen mit den Klängen der acht Musikerinnen. Suite n°4 widmet sich dem Abwesenden. Die Sprecherinnen der Audioaufnahmen manifestieren sich im Fehlen. Es entsteht eine Oper ohne Sängerinnen, ein Theater ohne Spielerinnen. Trotzdem ein Abend voller Charaktere, Aktionen und Emotionen.

Mit Hugo Abraham (Kontrabass), Tom De Cock (Mikroperkussion, Vibraphon, Pauken), Chryssi Dimitriou (Kontrabassflöte, Bassflöte, Altflöte), Annie Lavoisier (Harfe), Luca Piovesan (Akkordeon), Jean-Luc Plouvier (Keyboard), Eva Reiter (Paetzoldflöte, Viola da gamba), Primož Sukič (E-Gitarre, Gitarre)


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