Theater

Empfänger unbekannt


Szenische Lesung von Michael-Joachim Heiss und Harald Pesata.

Zwei Darsteller auf und zwischen zwei Stühlen, verkörpern freundschaftliche Liebe, Freude, Hoffnung, Skepsis, Verzweiflung, Fanatismus, Hass, Rache und perfiden Vernichtungswillen, ein Universum an Gefühlen und Emotionen, anhand eines Briefwechsels zweier Freunde, die sich im Sog des Nationalsozialismus dramatisch wandeln und die Entwicklung einer Handlungsweise durchleben, für die fähig zu sein, in ihrer Vorstellung undenkbar gewesen wäre.

Das Stück:
(Roman "Adressat unbekannt" von Kressmann Taylor)
Der jüdische Geschäftsmann Max Eisenstein (Harald Pesata) betreibt mit seinem deutschen Freund und Partner Martin Schulse (Michael-Joachim Heiss) eine florierende Kunstgalerie im Kalifornien der frühen 1930er Jahre. Während Max die Geschäfte in Amerika weiterführt, kehrt Martin Ende 1932 in sein Heimatland Deutschland zurück, das zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten steht. Zwischen den beiden Freunden beginnt ein Briefwechsel, wie er herzlicher nicht sein könnte. Doch bald verändern sich Martins Briefe. Seine anfängliche Skepsis gegenüber Hitler und der NSDAP wandelt sich zunehmend in Begeisterung für das Naziregime, bis schließlich hin zum glühenden Fanatismus. Der anfänglich so liebevolle Briefwechsel der beiden wird immer befremdlicher, steigert sich bedrohlich in den unterschiedlichen Emotionen des jeweiligen Schreibers, um auf ein katastrophales Ende hinzusteuern…


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