Alte Musik · Klassik

Emoke Baráth Sopran, Margret Köll, Tripelharfe, Michele Pasotti, Laute, Theorbe - Traumland Arkadien


Als «Pallas des Nordens» wurde sie bezeichnet: Christina von Schweden, die nach ihrer Abdankung als Königin auf ihrer Reise nach Rom in Innsbruck Zwischenstation machte, wo sie zum katholischen Glauben konvertierte und eine inspirierende Aufführung der Oper «L’Argia» des Innsbrucker Hofmusikers Cesti erlebte. In Rom engagierte die musikbegeisterte Fürstin dann Carissimi und Scarlatti als Kapellmeister und beauftragte weitere Komponisten wie Stradella und Pasquini, Werke für sie aufzuführen. Musiker, Dichter, Philosophen und Mitglieder der Kurie trafen sich im römischen Palast Christinas zum Kunstgenuss. Aus diesem poetischen Zirkel entstand die Accademia dell’Arcadia, die prägendste italienische Künstlervereinigung des Barock, in der das mythologische Arkadien als Gegenwelt zur reglementierten Wirklichkeit besungen wurde. Ein Traumland für ein idyllisches Leben ohne gesellschaftliche Zwänge.

Dorthin entführt die ungarische Sängerin und Innsbrucker Cesti-Preisträgerin Emőke Baráth mit Kantaten und Arien aus der Feder von Komponisten aus dem Kreis Christina von Schwedens, begleitet von der Tiroler Harfenistin Margret Köll und dem italienischen Lautenisten Michele Pasotti. Köll spielt auf einem Nachbau jener kostbaren Barberini-Harfe, deren bezaubernde Klänge einst auch die Accademia dell’Arcadia erfreuten.

Alessandro Stradella

Affligetemi pur, memorie amare
Kantate für Sopran und Basso continuo
Giovanni Salvatore

Toccata
Harfe solo
Solokantaten von

Giacomo Carissimi
Pietro Antonio Cesti
Alessandro Scarlatti
Giovanni Girolamo Kapsperger

Canzone prima
Laute solo
Bernardo Storace

Passacaglia
Harfe solo
Bernardo Pasquini

Instrumentalwerke


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