Kunstausstellung

Emilio Vedova - Paintings 1980-1985


Der in Venedig geborene Maler Emilio Vedova (1919-2006) war einer der prominentesten Vertreter des italienischen Informel. Bereits 1947 nahm er das erste Mal an der Biennale von Venedig teil und widmete sein ganzes Leben der Entwicklung der ungegenständlichen Malerei.

Werke von Emilio Vedova waren unter anderem auf den legendären documenta I, II und III (1955, 59 und 64) zu sehen. Seit spätestens Ende der 1950er Jahre war Vedova innerhalb der internationalen Kunstszene als Klassiker der abstrakten Malerei verbürgt.

Seit dem Beginn der 1980er Jahre wurde Vedova zu einer wichtigen Integrationsfigur für eine jüngere neo-expressiv arbeitende Künstlergeneration. Äußeres Indiz war 1982 die erneute Teilnahme an der documenta (7) sowie zahlreiche Publikationen und Einzelausstellungen in den Folgejahren. Dazu zählen unter anderem die umfangreiche Ausstellung im Stedelijk van Abbemuseum in Eindhoven, die von Germano Celant kuratierte und 280 Werke umfassende Retrospektive im Museo Correr in Venedig oder die darauf folgende Werkschau in der Staatsgalerie Moderner Kunst in München, deren Fokus auf Emilio Vedovas Schaffen zwischen 1940 und 1970 lag. Diese vielbeachtete Ausstellung wurde von Carla Schulz-Hoffmann kuratiert und wanderte später in das Städtische Museum Schloss Morsbroich in Leverkusen und danach in die Kunsthalle Darmstadt.

»Der zentrale Gegensatz der beiden Nichtfarben Schwarz-Weiß prägt das Gesamtwerk Vedovas nachdrücklich [...]. Diese Polarisierung, die später oft durch eine weitere kräftige Farbe wie Rot oder Blau ergänzt wird, entspricht einem inhaltlichen Wunsch nach Eindeutigkeit des Ausdrucks und verhindert ein Verschwimmen in unterschiedliche Nuancen. Darüber hinaus steigern die Schwarzwerte die Intensität der Gesamtwirkung, präzisieren die formale Ausrichtung, die sonst leicht durch Buntwerte verschleiert werden könnte« (Carla Schulz-Hoffmann, 1986). In diesem Zusammenhang ist der Unterschied zum Abstrakten Expressionismus amerikanischer Prägung interessant: Während etwa Jackson Pollock in Form seiner Drippings eine neutralisierende Instanz eingeführt hat und das Werk in seiner All-Over-Struktur in jede Richtung endlos fortgesetzt werden könnte, bleibt Vedova immer im Zentrum des Bildes, das stets eine ihm zugängliche, seiner eigenen Körpergröße entsprechenden Dimension hat. Für Vedovas Malerei ist die l’ubiquità del centro, die Allgegenwart des Zentrums charakteristisch.

Zur Stadt Salzburg pflegte Emilio Vedova eine besondere Beziehung: In den Jahren 1965 bis 69 leitete Vedova Malereiklassen an der Salzburger Sommerakademie und prägte in dieser Zeit auch über die Akademie hinaus das kulturelle Leben der Stadt. 1988 zeigte das Künstlerhaus eine vielbeachtete Einzelausstellung des Künstlers.


Vergangene Termine

  • Sa., 19.03.2016 - Sa., 07.05.2016

    Mo: Geschlossen
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    Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
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