Pop / Rock · Jazz

Elvis Costello


Am 25. Oktober ist Elvis Costello - so lautet der Bühnenname des autodidaktischen Songwriters Declan MacManus – zu Gast im Burgtheater.

Elvis Costello ist wohl einer der bekanntesten ,,nicht bekannten" Musiker überhaupt. Sein Name ist der breiten Öffentlichkeit geläufig, er gilt als Genie und Erneuerer populärer Musik, die Wenigsten kennen jedoch mehr als das eine oder andere Lied - sein Werk ist so vielseitig und eklektisch, dass es schwierig ist, den Überblick zu behalten. Heuer kann man den Vollblutmusiker endlich wieder live in Österreich bewundern.

Elvis Costello - so lautet der Bühnenname des autodidaktischen Songwriters Declan MacManus. Er stand 1969 das erste Mal auf einer öffentlichen Bühne und begann 1977 seine Karriere, als er sein erstes Album „My Aim Is True" einspielte. Seit diesem Zeitpunkt hat er mehr als ein Dutzend Alben aufgenommen - als Solo-Künstler und zusammen mit seiner Band The Attractions. Darunter „This Year’s Model", „Armed Forces", „Get Happy!!", „Imperial Bedroom", „King Of America", „Blood & Chocolate", „Spike", „Mighty Like A Rose", „Brutal Youth", „Kojak Variety", „All This Useless Beauty",„When I Was Cruel" und das im Oktober 2010 erschienene Album „National Ransom“.

1992 startete Costello seine Zusammenarbeit mit dem Brodsky Quartet. „The Juliet Letters" wurde veröffentlicht und im Anschluss daran folgte eine sehr erfolgreiche Welt-Tournee. 1994 war er als Gastsänger auf dem mit dem Grammy ausgezeichneten Tony Bennett Album „MTV Unplugged" vertreten.

1996 begann Elvis Costello ein anderes Projekt: Zusammen mit Anne Sofie von Otter und dem Schwedischen „Radio Symphony Orchestra" trat er in Stockholm auf. Er beendete das Jahr mit der ersten, brandneuen Komposition für Anne Sofie von Otter und das The Brodsky Quartet ? „Three Distracted Women".

Im Januar 1997 vereinigten Costello und The Brodsky Quartet einmal mehr ihre künstlerischen Kräfte für eine kurze Konzertreise durch Spanien. Diese äußerst fruchtbare Zusammenarbeit wiederholte sich in lockerer Folge bei weiteren kompositorischen Kollaborationen.

Viele der ungefähr unzähligen Songs von Costello wurden von diversen anderen Künstlern gecovert - wobei die Liste der Interpreten auch Costellos Faible für unterschiedlichste Stilistiken repräsentiert. Darunter u.a.: Chet Baker, Johnny Cash, June Tabor, Roy Orbison, Dusty Springfield, Charles Brown und George Jones.

Costello hat mit vielen anderen KünstlerInnen gearbeitet und/oder ist mit ihnen aufgetreten - darunter so illustre Namen wie Sam Moore, Bob Dylan, The Jazz Passengers, Neil Young, The Chieftains, The Count Basie Orchestra, The Mingus Orchestra und mit der Gospel-Formation The Fairfield Four. Als Gast-Sänger war er dann auf The Fairfield Four’s „Couldn’t Hear Nobody Pray"-Album mit der McCartney/Costello-Komposition „That Day Is Done" zu hören - das Album wurde 1997 mit dem Grammy-Award geehrt.

Elvis Costello ist auch auf Tribute-Alben zu hören (u.a. für Joni Mitchell und Gram Parsons) und arbeitete mit dem Produzenten T-Bone Burnett an der Costello/O’Riordan-Komposition „My Mood Swings" für den Coen Brothers-Film „The Big Lebowski" zusammen .

Nach ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit für den Grammy nominierten Song „God Give Me Strength", den sie exklusiv für den unter der Regie von Allison Anders entstandenen Film „Grace Of My Heart" geschrieben hatten, arbeiteten Elvis Costello und Burt Bacharach noch einmal für den gefeierten Longplayer „Painted From Neniry" zusammen. Costello und Bacharach gewannen daraufhin den Grammy Award in der Kategorie „Best Collaboration With Vocals" (1998, für den Album-Track „I Still Have That Other Girl").

1999 stellte Costello dann seine Version von Charles Aznavours „She" dem Soundtrack des Richard Curts-Films "Notting Hill" bei. Und - einmal mehr gemeinsam mit Burt Bacharach - steuerte Costello eine Version des Klassikers "I’ll Never Fall In Love Again" für Mike Myers’s "Austin Powers 2, The Spy Who Shagged Me" bei, in dem er selbst auch eine kleine Rolle spielte. Ebenfalls 1999 absolvierte Costello so nebenbei noch zwei Welttourneen mit seinem langjährigen Mitstreiter und ex-Attractions Pianist Steve Nieve.

Während seiner langen Karriere hat Elvis Costello mehrere angesehene Auszeichnungen erhalten - darunter zwei "Q Magazine"-Awards, zwei Ivor Novello-Awards, den begehrten Nordoff-Robbins Silver Clef Award und einen Grammy für seine Zusammenarbeit mit Burt Bacharach.
2002 erschien mit „When I Was Cruel“ sein erstes Rock-Album seit 1995. Im selben Jahr ließ er sich nach sechzehn Jahren Ehe von der ehemaligen Pogues-Musikerin Cait O’Riordan scheiden. Das Ergebnis seiner neuen Liebesbeziehung zur kanadischen Jazzpianistin Diana Krall, die er 2003 auch heiratete, ist „North“, eine Sammlung an Liebesliedern mit Klavier- und Orchesterbegleitung.
2003 erfolgte die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame.
2004 trat Costello zusammen mit T-Bone Burnett bei der Oscar-Verleihung auf, um ihren gemeinsam komponierten und für den Oscar nominierten Song für den Film „Unterwegs nach Cold Mountain“ zu präsentieren.

2004 veröffentlichte Costello gleichzeitig „The Delivery Man“ und „Il Sogno“.

2006 erschien im März ein neues Album mit einem Konzertmitschnitt aus dem Juli 2004, wo Costello beim North Sea Jazz Festival in Den Haag zusammen mit dem Metropole Orkest auftrat. Der Live-Mitschnitt bietet einen Querschnitt durch Costellos musikalisches Schaffen vom Rock ’n’ Roll der achtziger Jahre bis zur Kammermusik der Neunziger.
Ebenfalls 2006 erschien das Album „The River in Reverse“, auf dem Costello eng mit dem Blues-Musiker Allen Toussaint zusammenarbeitet.


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