Literatur

Elke Laznia & Alois Hotschnig


Reihe GEMISCHTES DOPPEL.

DebutautorInnen und ihre Vorbilder, Beistände und Wahlverwandten.

Elke Laznia liest aus Kindheitswald. Roman (Müry Salzmann 2014),
Alois Hotschnig liest Auszüge aus Aus. Eine Art Glück, Die Kinder beruhigte das nicht und Im Sitzen läuft es sich besser davon (Kiepenheuer & Witsch) und führen dann ein Gespräch.

Elke Laznias Buch ist ein Entwicklungsroman auf kürzester Strecke. Für die Ich-Erzählerin treten die Erfahrungen der Demütigung und der Gewalt hinter ein Aufbegehren zurück, das sich allmählich auch der Sprache bemächtigt. Dieser Literatur gewordene Kindheitswald ist wie die wirklichen Wälder auch. Er ist Trost und Erschrecken zugleich. (zu: Kindheitswald, Müry Salzmann Verlag)

„Ich werde die Bäume wieder erkennen, jeden Laub- und Nadelbaum, aber nicht mehr deren Farben. Werde durch diesen Kindheitswald gehen, und er wird nur diese Kälte haben und kein Rauschen und keine Zeit.“

Elke Laznia
Geboren 1974 in Klagenfurt, lebt seit ihrem Studium in Salzburg. Nach diversen Tätigkeiten ist sie seit 2011 freie Schriftstellerin. Publikationen in „manuskripte“ und SALZ. 2012 Rauriser Förderungspreis, manuskripte“-Förderungspreis, 2013 Maria-Zittrauer-Lyrikpreis.

Alois Hotschnig
Geboren 1959 Berg/Drautal, lebt in Innsbruck. Studierte Medizin, Germanistik und Anglistik in Innsbruck, wo er heute als freier Autor lebt. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a 1994 Anna Seghers-Preis, 2002 Italo Svevo-Preis.

Veröffentlichungen u.a.: Aus (Erzählung 1989); Eine Art Glück (Erzählung, 1990); Leonardos Hände (Roman 1992); Absolution. Ein Stück in drei Akten (1994); Ludwigs Zimmer (Roman 2000); Die Kinder beruhigte das nicht (Erzählungen, 2006); Im Sitzen läuft es sich besser davon. Erzählungen (2009).

„Hotschnigs Geschichten werden mir beim Lesen zu meiner eigenen Erinnerung. Sie erinnern mich an ein Leben weit weg, das sehr traurig war und sehr lebenswert, ein Leben, das man leidend – nämlich passiv, die leidende Form – bestehen kann; ein Leben zum Anschauen. So wird Traurigkeit zur Lebensfreude, Langeweile zur Spannung. Hotschnig macht mir mit seinen Geschichten das Leben lebenswert.“ (Peter Bichsel)


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