Kunstausstellung

Elisabeth Moser, Martin Pohl


Von Dienstag bis Freitag 15.00 bis 18.30 Uhr und Samstag bis Sonntag von 10.00 bis 12.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.

Elisabeth MOSER

Seit 1988 arbeite ich an kleinen vielfarbigen Linolschnitten. 1988 und 1999 wurden meine Arbeiten beim österreichischen Grafikwettbewerb jeweils mit dem Preis des Bundesministeriums ausgezeichnet.
Der Farblinolschnitt ist eine momentan selten geübte Hochdrucktechnik. Ich arbeite mit verlorenem Schnitt und die einzelnen Blätter der kleinen Auflagen, von ca. 3 bis maximal 7 Abzügen, unterscheiden sich, weil handgedruckt, in ihren Farbnuancen und Feinheiten. Oft werden bis zu zehn Farbschichten übereinander gedruckt. Die kleinen Formate entsprechen meiner Arbeitsweise, dem langwierigen handwerklichen Prozess und dem Dargestellten. Die Motive erschließen sich oft erst auf den zweiten Blick, unprätentiöse, alltägliche Szenen, Gesten, Stilleben, ein Blick aus dem Fenster....
Elisabeth MOSER

Martin POHL
Der Künstler generiert Landschaften und Gebirgsformationen allein durch einen verstärkt horizontalen Spachtelstrich und ein Verrinnen zwischen den einzelnen Bahnen. Unmittelbarer und im gleichen Moment völlig abstrakt Und erneut ertappt man sich, trotz aller Abstraktion und konzeptueller Arbeitsweise nach Analogien in vertrauten Motiven zu suchen, ansonsten würden wir an dieser Stelle nicht von Landschaften sprechen. Dass Martin Pohl selbst mit diesem Vokabular sein Werk beschreibt, zeigt, dass diese Betrachtung durchaus legitim ist. Wir können geformte Farbe sehen oder nach Naturphänomenen inventarisieren – an der Spannung zwischen Fülle und Reduktion in Pohls Bildern ändert sich nichts. Sie sind magnetisch und – in Pohls Spachtelsprache formuliert – eindrücklich!
Dr. Ursula Schnitzer


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