Klassik

Elisabeth Möst - Flöte & Maria Isabel Siewers - Gitarre


„Fesselnder Kammermusikabend“ lautete die Kritik ihres letzten Konzerts im Schloss Traun im Jahre 2008. Nun kehrt die in Linz geborene Flötistin Elisabeth Möst abermals in ihre Heimat zurück.

Dieses Mal widmet sie sich der spritzigen wie auch tänzerischen Musik, wie sie die Italiener Carulli, Tedesco und Guliani komponiert haben.

Im Werk des Komponisten M. Pujol wird Elisabeth Möst gemeinsam mit ihrer Partnerin María Isabel Siewers (Argentinien) der Musik aus Buenos Aires auf den Grund gehen. Pampejo heißt ein Abschnitt dieser Komposition, womit ein Stadtteil bezeichnet wird, wo die meisten klassischen Tangos in die Welt gesetzt wurden.

Aber auch der Bezug zu Wien wird versteckt zu erleben sein. Einerseits durch die Musik von Guliani, der in Wien als Gitarrenvirtuose zu Lebzeiten gefeiert wurde und den Flair der wunderbaren Stadt in seine Musik einfließen ließ. Andererseits durch die Miniaturen C. Bresgens — in Italien geboren, nach Österreich gezogen — der darin abermals seine Orientierung an die heimatlichen Wurzeln beweist.

Ein kleines kostbares Juwel wird mit der Sonate semplice von J. Truhlar geboten.

Südamerikanische und südliche Elemente, Wiener Mosaiksteinen gegenüber gestellt, lässt für Spannung pur sprechen.

Obendrein von einer Argentinierin gemeinsam mit einer Österreicherin interpretiert wird dieses Programm für einen aufregenden Konzertabend sorgen.

Durch die Schönheit ihres Tones, ihren außergewöhnlichen lyrischen Stil und ihre tief gehende, beeindruckende Musikalität erschaffen die beiden Musikerinnen eine faszinierende Stimmung im Konzertsaal.

ZU DEN INTERPRETINNEN

Elisabeth Möst - Flöte

Die österreichische Flötistin Elisabeth Möst studierte an der Linzer und Wiener Privatuniversität für Musik und absolvierte Meisterkurse bei William Bennett, Maxence Larrieux und Aurele Nicolet. Nach der Diplomprüfung führte ihr musikalischer Weg zu privaten Studien bei Manuela

Wiesler (Wien) und an die Royal Academy of Music in London bei William Bennett.

Elisabeth Mösts Spiel ist charakterisiert durch Transparenz, Wahrhaftigkeit und ihre Kunst Übergänge spannend zu gestalten. Als mehrfache Preisträgerin feierte die Künstlerin im Jahr 2001 in London Debüt mit der Uraufführung eines Werkes von Helmut Neumann (3. Wiener Schule), das er eigens für sie komponierte.

Ihr umfangreiches Repertoire, das sich von Barock bis zur Modernen erstreckt, begeistert das Publikum. Von Natur und geistigem Gedankengut inspiriert, gestaltet sie Themenabende, die musikalisch wie inhaltlich zum Interessantesten unserer Zeit gehören. Viele zeitgenössische KomponistInnen (darunter Violeta Dinescu, Nikolai Badinski, W.A. Schultz…) haben Elisabeth Möst Werke gewidmet. Sie ist eine gefragte Interpretin zeitgenössischer Musik.

Elisabeth Möst gastiert als Solistin und Kammermusikerin in Europa, Südamerika und in den USA und feiert große Erfolge. Auch bei internationalen Festivals ist sie gern gesehener Gast.

Sie ist Botschafterin des Klangreiheninstituts in Wien und kreiert seit einiger Zeit „meditative Hörbilder“, die sich als Mischung von Sprechkunst, Musik und geistigem Gedankengut definieren und themenbezogen sind. Ihr Projekt „Die Osternacht“ wurde im Rahmen einer Österreichtournee von der Presse mit der Höchstzahl von 6 Sternen bewertet.

E. Möst ist Lehrdozentin an der Internationalen Akademie (ITA) in Göttingen, Gastdozentin an der Musikhochschule in Sofia und führt ihren eigenen Kurs in Aflenz (Steiermark) und an der bayrischen Landesmusikakademie. Im Jahre 2013 wird E. Möst zum ersten Mal in Malta und Australien konzertieren. In ihrer Freizeit schreibt E. M. Gedichte und Kindergeschichten (Was der Schnee dir sagen kann, NOVUM-Verlag).

María Isabel Siewers - Gitarre

Wegen ihres außergewöhnlich lyrischen Stils und ihrer hervorragenden Technik wird María Isabel Siewers weltweit überaus geschätzt und immer wieder gerne in Konzertreihen und in viele namhafte Musikfestivals eingeladen. Frau Siewers unterrichtete in verschiedenen musikalischen Ausbildungsstätten in Argentinien, bis sie 1989 die Professur für eine Gitarrenklasse an der Kunstuniversität Mozarteum in Salzburg übernahm.

Als Solistin musizierte sie unter anderem mit dem argentinischen Orquesta Sinfónica Nacional, den Virtuosi di Praga, dem Radio/TV-Orchester von Zagreb, dem Böhmischen Kammerorchester, dem Nationalorchester von Kuba, dem Philharmonikorchester von Krakau und den Kammerorchestern von Mayo und Morón (Argentinien). Außerdem ist Frau Siewers eine bemerkenswert vielseitige Kammermusikerin mit enormer Erfahrung.

Die Aufnahmen von Frau Siewers zeugen von ihrer Vorliebe und ihrem speziellen Interesse für die Meisterwerke der Gitarre des zwanzigsten Jahrhunderts und für das reiche und bezaubernde Repertoire Lateinamerikas. Ihre Aufnahmen sind vielfach preisgekrönt, wie z.B. mit dem „Critic`s choice“ (Gramophone) und dem Preis „Best record of the year“ (Acoustic Guitar).

In ihrem Bemühen, das Gitarrenrepertoire zu erweitern, hat María Isabel Siewers nicht nur neue Werke in Auftrag gegeben, sondern auch zahlreiche Solokompositionen und Kammermusikwerke uraufgeführt. Berühmte Komponisten haben ihr Werke gewidmet: Sylvie Bodorova, José Luis Campana, Jorge Cardoso, John Duarte, Helmut Jasbar, Gustavo Kantor, Máximo Diego Pujol, Larry Traiger, Marios Elias Joannou, Simone Fontanelli und Sergio Parotti.

María Isabel Siewers studierte in ihrem Heimatland Argentinien bei María Luisa Anido sowie im Konservatorium Manuel de Falla. Später studierte sie bei Andrés Segovia und Abel Carlevaro.

PROGRAMM

Carulli: Serenade

Bresgen: Miniaturen

Tedesco: Sonatine

Truhlar: Sonate Semplice

Gulinai: Sonate op.85

Pujol: Buenos aires


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