Klassik

Elisabeth Leonskaja, Klavier


Nur wenige Klaviersonaten Schuberts wurden zu dessen Lebzeiten gedruckt – doch auch in den frühen, unveröffentlichten Werken findet Elisabeth Leonskaja «Unnachahmliches».

Aus heutiger Sicht ist es geradezu unverständlich, wie lange Schuberts Klaviersonaten im Schatten anderer, vor allen jener Beethovens standen. Erst in den letzten Jahrzehnten hat ein Umdenken statt gefunden. Interpreten haben diesen Umschwung herbeigeführt. Zu nennen sind vor allem Wilhelm Kempff , Walter Klien und Alfred Brendel, die, gleichermaßen in ihren Konzerten wie durch exemplarische Einspielungen der Sonaten, den Blick des Publikums auf diesen wichtigen Teil von Schuberts Schaffen lenkten.

Heute ist es neben Mitsuko Uchida und Sir András Schiff – zwei ebenfalls der Wiener Konzerthausgesellschaft sehr verbundenen InterpretInnen von außerordentlichem Rang – Elisabeth Leonskaja, die Grande Dame unter den Pianistinnen der Gegenwart, die immer wieder Schubert, und hier mit Vorliebe die Sonaten, auf ihre Programme setzt. In dieser Saison gleich zu einem Zyklus gebündelt, hat sie sich für die letzten beiden Abende der sechsteiligen Reihe Schuberts vorletzten und letzten Beitrag zur Gattung aufgespart; sinnreich ergänzt jeweils durch Werke des Suchens und des Übergangs. Um beim Zyklus-Finale noch einmal jene Entwicklung deutlich zu machen, die Schuberts Klaviersonaten auszeichnet, eröffnet die eminente Schubert-Kennerin Elisabeth Leonskaja diesen letzten Abend mit der fragmentarisch überlieferten f-moll-Sonate D 625 und beschließt ihn mit der letzten, der B-Dur-Sonate D 960, einem der großen Meisterwerke nicht nur der Klavierliteratur.

Programm:

Franz Schubert
Sonate f-moll D 625 (1818)
Fantasie C-Dur D 760 «Wanderer-Fantasie» (1822)






Sonate B-Dur D 960 (1828)


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