Tanz

Elisabeth Bakambamba Tambwe - Pink Eye


Die kongolesisch-österreichische Choreografin Elisabeth Bakambamba Tambwe nimmt den Blick selbst in den Blick und fragt: Können wir sehen, ohne zu schauen?

Was wissen wir, wenn wir sehen? Nehmen wir unser Gegenüber wirklich wahr oder reagieren wir nur auf Codes einer uns auferlegten, bekannten Realität? In ihrer Soloperformance für den steirischen herbst befragt Elisabeth Bakambamba Tambwe die individuelle Unterschiedlichkeit von Wahrnehmungen und die in uns wirkenden Filter, die Personen in Kategorien einteilen – in ihrem Fall etwa: schwarz, weiblich, Künstlerin, Mutter und so weiter.

In Kinshasa geboren und in Paris aufgewachsen, lebt die bildende Künstlerin und Choreografin seit zehn Jahren in Österreich. Ihre Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich zwischen Tanz und Text, Klang und bildender Kunst.

In „Pink Eye“ beschäftigt sich Tambwe mit dem Blick und damit, wie er sich zurückerobern, brechen, umlenken lässt. Im Zentrum ihres Interesses stehen die Fremdwahrnehmungen und die (Selbst-)Manipulation von Körpern in der westeuropäischen wie in der kongolesischen Gesellschaft. Sie nimmt ihr Publikum mit hinter den Spiegel und wirft kritische Blicke auf den Blick selbst. Nie anklagend, sondern mit einem Anflug von heiterer Selbstironie verhandelt sie dabei auch ihre eigene Rolle als Quotenexotin inmitten einer weißen Kunstszene. Das „Pink Eye“ muss in dieser Performance gar nicht erst die rosarote Brille aufsetzen, um eine überraschend fröhlich-trashige Welt wahrzunehmen.

In englischer Sprache


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