Tanz

Elisabeth B. Tambwe - Las Meninas


Im Schritt durch den Spiegel, finden die Zuseher_innen, zu Akteur_innen geworden, sich selbst mit der Umkehr der Spielregeln konfrontiert. So wie ihr Original - Velázquez berühmtes Gemälde von 1656 - stellen Las Meninas (Die Hoffräulein) vorherrschende Konventionen in Frage. Die Dimensionen des Realen, des Imaginierten, des Virtuellen und des Sichtbaren zentrieren sich alle um eine Frage: Wer beobachtet wen?

Ein tragisch-komisches Rollenspiel, das Raumdispositive von Performance ebenso wie szenische Arrangements subvertiert, indem der Körper zum Ort aller Auseinandersetzungen wird. Gefilmt, zerschnitten, fragmentiert, erscheint der Körper als Akkumulation an Details, dem es niemals gelingt ein Ganzes zu werden. Und was wenn die offensichtliche Dekonstruktion in Las Meninàs eine Form war um das Modell selbst in Frage zu stellen?

KONZEPT / CHOREOGRAFIE: Tambwe Bakambamba .E ,
TANZ / PERFORMANCE: Tambwe Bakambamba and some guests
DRAMATURGIE: Johannes Maile
BÜHNENBILD: Grégory Crapet,
LICHTDESIGN: Martin Schwab
VIDEO / SOUND : Nicolas Spencer
BEWEGUNGSSTUDIE / THEORIERECHERCHE: Adriana Cubides & Benoît Jouan
KOSTÜM:Stefan Rohrle
CONSULTING KULTURMANAGEMENT: Claire Granier
PRODUKTION: Dig Up Productions
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON: MA7 Kulturabteilung der Stadt Wien
IN KOPRODUKTION MIT: Tanzquartier Wien

Elisabeth Bakambamba Tambwe wurde in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) geboren und wuchs in Frankreich auf, wo sie Kunst studierte. 1998 wurde ihr an der Tourcoing School of the Arts (FR) das Masterdegree in bildender Kunst (Schwerpunkt Bildhauerei) mit Auszeichnung verliehen.

Als Performerin kollaboriert sie mit Robyn Orlin für verschiedene Filmprojekte und choreografische Prozesse, in die Objekte miteinbezogen werden. Sie arbeitete unter anderem mit Serge-Aymé Coulibaly, Graciane Finzi, Faustin Lyniékula, Oleg Soulimenko und Claudia Bosse zusammen. Die Reflexion ihrer Kunst basiert auf organischer Architektur und ihre choreografische Arbeit orientiert sich im Wesentlichen an den empfindlichen, respektive zerbrechlichen Dimension des Körpers. Im Fokus ihrer Arbeit steht die anhaltende Kritik an dem Konzept der Normalität, welches sie als tyrannisch und erniedrigend empfindet.

www.elitambwe.com


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