Diverses · Literatur

Elias Hirschl - Hundert schwarze Nähmaschinen


In diesem aberwitzig einfallsreichen, grandios schrägen Roman sind viele Schrauben locker. Elias Hirschl zieht sie an, bis die Zähne vor Lachen knirschen, und dreht sie dann alle noch ein Stück weiter.

Den Zivi nennen alle nur den Zivi – die sogenannten Betreuer in der Wohngemeinschaft für psychisch Kranke, wo er seinen Zivildienst ableisten soll, ebenso wie die sogenannten Klienten. Die Schule hat er hinter sich, vorbereitet hat sie ihn aber nicht auf das, was ihn erwartet. Dass es verrückt zugeht, geschenkt. Aber dass es ihm zunehmend schwer fällt, zu erkennen, warum die Betreuer Betreuer und keine Klienten sind, macht ihm zu schaffen. Zumal er bald selbst nicht mehr weiß, wohin er gehört, so sehr läuft in seinem Leben plötzlich alles aus dem Ruder – auch die Beziehung zu seiner Freundin.

Elias Hirschl, geb. 1994 in Wien, Poetry-Slammer, Schriftsteller und Musiker. 2015 debütierte er mit dem Roman Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss, 2016 folgte der Roman Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist dieses lausige T-Shirt (beide Milena Verlag). Elias Hirschl lebt in Wien.


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