Theater

Elektra


Elektra, Tochter des mykenischen Königs Agamemnon, musste mit ansehen, wie ihre Mutter Klytämnestra gemeinsam mit ihrem Geliebten Ägisth den Vater tötete. Seitdem wartet sie auf den Tag der Rache.

Ihre ganze Existenz ist Hass auf die Mutter. Starr und maßlos in allen ihren Äußerungen, erfüllt sie ihre sich selbst gegebene Bestimmung, den Mord nicht zu vergessen. Ein Gegenbild zu Elektra ist die Schwester Chrysothemis, die der grässlichen Vergangenheit entrinnen will und sich nach einem „normalen“ Leben mit Liebe und Kindern sehnt. Elektra, selbst unfähig zur Tat, wartet auf den Rächer. Und der Tag kommt. Ihr tot geglaubter Bruder Orest kehrt zurück und führt, von Elektra gedrängt, das aus, was diese bis zum Wahnsinn ersehnt. Er metzelt seine Mutter und ihren Liebhaber.

Anders als bei Sophokles treten bei Hugo von Hofmannsthal in seiner 1903 geschriebenen Tragödie die seelischen Vorgänge des Rachemordes in den Vordergrund. Nicht mehr Orest steht im Zentrum des Geschehens, sondern Elektra. „Blut“ ist das Leitwort des Dramas, das Hofmannsthal auf Vorschlag von Richard Strauss zu einem Opernlibretto umarbeitete. Damit begann 1905/06 die lange währende Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten und seinem kongenialen Textdichter.

Elektra Christiane von Poelnitz

Klytämnestra Catrin Striebeck

Chrysothemis Adina Vetter

Ägisth Falk Rockstroh

Orest Tilo Nest

Regie: Michael Thalheimer


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