Theater

"Einige Nachrichten an das All" von Wolfram Lotz


„Einige Nachrichten an das All“ wurde von Kritikern als das klügste, unfasslichste und unver-schämteste Stück der Gegenwartsdramatik bezeichnet, als ein Stück Theater, das sich gegen das Verständnis von Theater als bloße Umsetzung von Stücken stemmt, weil die Bühne mit ihm genötigt wird, gleichsam sich selbst neu zu erfinden.

Zum Stück: Lum und Purl Schweitzke, zwei Hauptfiguren des Stückes, sehnen sich nach einer Aufgabe, einem Grund zum Dasein. Ein gemeinsames Kind, dafür lohnt es sich zu leben, finden beide. Doch das Schicksal können sie nicht beeinflussen, denn ihr Leben ist im Theaterstück festge-schrieben. Kann die „Leiterin des Fortganges“ mit ihrer Maschine helfen, die gesprochenen Wörter in Funkwellen zu verwandeln und ins All zu schießen?

Nur Personen aus „Historie und Medien“ werden von ihr auserkoren. Eine stattliche Anzahl von Theaterfiguren und von realen Personen, von Prominenten aus Historie und der Gegenwart ringen um die richtige Nachricht, die Zusammenfassung eines ganzen Lebens, die sprachliche Verknappung einer gesamten Existenz und um die Beantwortung der Frage: Ist es möglich, das ganze Dasein in nur ein Wort zu fassen, um es für die Nachwelt ins All zu senden?

„Einige Nachrichten an das All“ wurde von Kritikern als das klügste, unfasslichste und unver-schämteste Stück der Gegenwartsdramatik bezeichnet, als ein Stück Theater, das sich gegen das Verständnis von Theater als bloße Umsetzung von Stücken stemmt, weil die Bühne mit ihm genötigt wird, gleichsam sich selbst neu zu erfinden.

Wolfram Lotz, Dramatiker des Jahres 2015 in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Theater heute“, zerlegt in seinem Stück die klassische dramatische Struktur und baut sie neu zusam-men. Die Suche nach dem Sinn des Lebens und der Wunsch, die Realität des Todes zu über-winden, werden zum Spiel mit den Strukturen des Theaters und seinen Mitteln. Ob dieses entsetzliche große Ganze, unsere Welt, unsere Sorgen, unser Alltag einen Sinn ergeben … wa-rum alles ist, wie es ist … warum es nicht anders ist – diesen großen und grundsätzlichen Fra-gen des Lebens stellt sich das Stück auf ganz unmittelbare Weise.


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